Werner-Doppelpack für RB Leipzig! Rangnick wechselt im DFB-Pokal den Sieg ein

Leipzig - RB Leipzig ist zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ins DFB-Pokal-Achtelfinale eingezogen. Die Sachsen gewannen das Topspiel der 2. Runde am Mittwochabend gegen die TSG Hoffenheim mit 2:0 (0:0). Joker Timo Werner (48. und 56. Minute) schoss die Roten Bullen mit einem Doppelpack eine Runde weiter. Für RB war es bereits das fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Gegentor.

Komm her, mein Junge: Ralf Rangnick wechselte mit Timo Werner den Doppeltorschütze gegen Hoffenheim ein.
Komm her, mein Junge: Ralf Rangnick wechselte mit Timo Werner den Doppeltorschütze gegen Hoffenheim ein.  © Picture Point/S. Sonntag

Es war der erste Auftritt des künftigen Leipziger Trainers Julian Nagelsmann in der mit nur 21.042 Zuschauern gefüllten Red Bull Arena nach Bekanntwerden seines Arbeitgeberwechsels im Sommer. Nach eigenen Aussagen wollte er nicht mit Palmwedel und Freudentänzen empfangen werden (TAG24 berichtete). Wurde er auch nicht.

Die erste Halbzeit hatte die von Ralf Rangnick erwartet wenigen Strafraumszenen. Die, die es gab, wurden aber gefährlich. Auf Hoffenheimer Seite verpassten Ermin Bicakcic und Ishak Belfodil (9.) die Führung, auf der Gegenseite Yussuf Poulsen, Lukas Klostermann (29.) sowie Jean-Kévin Augustin (35.) das 1:0. Die Begegnung war von vielen Passfehlern geprägt, die einen zielstrebigen Spielaufbau verhinderten.

Kurz nach Wiederanpfiff erzielte der kurz zuvor eingewechselte Timo Werner das 1:0, das er selbst eingeleitet hatte (48.). Der 22-Jährige legte kurz danach auch das 2:0 nach (56.). Und der Doppelpack reichte!

Nach 2014 ziehen die Roten Bullen damit erstmals wieder und insgesamt erst das zweite Mal überhaupt ins Pokal-Achtelfinale ein. Sonntag wird der Gegner ermittelt.

Müde erste 45 Minuten - Teams segeln mehrfach an Führung vorbei

Nach einer Ecke faustet TSG-Keeper Gregor Kobel (orange) am Ball vorbei. Da er aber von Yussuf Poulsen (dahinter) behindert wurde, gab es Freistoß für Hoffenheim.
Nach einer Ecke faustet TSG-Keeper Gregor Kobel (orange) am Ball vorbei. Da er aber von Yussuf Poulsen (dahinter) behindert wurde, gab es Freistoß für Hoffenheim.  © Picture Point/S. Sonntag

RB-Coach Ralf Rangnick wechselte nach dem 0:0 gegen Schalke 04 auf vier Positionen. Klostermann, Ibrahima Konaté, Kevin Kampl und Augustin kamen neu rein, Kapitän Willi Orban und Timo Werner saßen auf der Bank.

Zwar konnte sich der Gastgeber in den Anfangsminuten schnell die Ballhoheit erkämpfen, doch häuften sich auch individuelle Fehler, die den Spielaufbau schnell zunichte machten.

Richtig gefährlich wurde es erstmals in der 9. Minute: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Kerem Demirbay scharf vors Tor. Am langen Pfosten verpassten jedoch Bicakcic und Belfodil das 1:0.

Fast identisch ging es neun Minuten später zu: Nach einem Leipziger Eckball segelte TSG-Schlussmann Gregor Kobel am Ball vorbei, hinten verpasste Upamecano. Allerdings wurde Kobel durch Augustin behindert - Freistoß Hoffenheim (18.).

Und auch die nächste Torraumszene wurde gefährlich: Marcel Halstenberg setzte sich auf dem linken Flügel durch, lieferte eine scharfe Hereingabe. In der Mitte verpassten Poulsen und Klostermann (29.). Die Anspielstation fehlte bis dato noch.

Dann lag das 1:0 in der Luft: Wieder gab's den Pass von links in den Strafraum, wieder rutschten mehrere Spieler am Ball vorbei, hinten schnappte sich Augustin das Leder, doch sein Schuss konnte Bicakcic in höchster Not blocken (35.).

Joker Werner knipst doppelt - RB vor Mini-Kulisse im Achtelfinale

Timo Werner (#11) leitete in der 48. Minute den Angriff zum 1:0 selbst ein, stand nach Halstenberg-Vorlage dann frei und traf.
Timo Werner (#11) leitete in der 48. Minute den Angriff zum 1:0 selbst ein, stand nach Halstenberg-Vorlage dann frei und traf.  © Picture Point/S. Sonntag

In der Halbzeitpause musste Augustin verletzungsbedingt raus, Werner kam rein - und traf mit der ersten Aktion!

Der Nationalstürmer leitete den Angriff selbst ein, passte rechts auf Marcel Sabitzer. Dessen Flanke fand zunächst keinen Abnehmer. Hinten kam Halstenberg an die Kugel, flankte vors Tor, dort stand Werner frei und schob ein - 1:0 (48.).

Und der 22-Jährige legte nach! Kampl spielte Poulsen frei, der konnte sich gegen Bicakcic durchsetzen und im Sechzehner zu Werner passen. Der wiederum blieb im Zweikampf gegen Kevin Vogt Sieger und tunnelte Kobel zum 2:0 (56.).

Sichtlich geschockt von Werners Doppelpack fing sich die TSG beinahe noch das 0:3: Zuerst schoss Poulsen nach Sabitzer-Vorlage drüber (62.), dann Kampl vorbei (63.).

Der lupenreine Hattrick blieb Werner verwehrt: Zwar landete sein Schuss nach erneuter Sabitzer-Vorlage in der 72. Minute im Tor, doch Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) entschied zurecht auf Abseits. RB brachte den Zwei-Tore-Vorsprung ins Ziel.

Die Auslosung des Achtelfinals findet am Sonntag (18 Uhr/ARD) statt. Tags zuvor (18.30 Uhr/Sky) wartet die nächste Aufgabe in der Bundesliga auf RB Leipzig, dann sind die Bullen zu Gast bei der Berliner Hertha.

Timo Werner wurde mit zwei Toren zum Pokalhelden.
Timo Werner wurde mit zwei Toren zum Pokalhelden.  © Picture Point/S. Sonntag
Ciao, DFB-Pokal! Hoffenheims jetziger und Leipzigs kommender Trainer Julian Nagelsmann (31) flog mit der TSG bei RB raus.
Ciao, DFB-Pokal! Hoffenheims jetziger und Leipzigs kommender Trainer Julian Nagelsmann (31) flog mit der TSG bei RB raus.  © Picture Point/S. Sonntag
Ciao, DFB-Pokal! RB-Trainer Ralf Rangnick muss sich wie im Vorjahr bereits in der 2. Runde verabschieden.
Ciao, DFB-Pokal! RB-Trainer Ralf Rangnick muss sich wie im Vorjahr bereits in der 2. Runde verabschieden.  © Picture Point/R. Petzsche

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