Strittiger Handelfmeter: Sabitzer zaubert RB Leipzig zum Sieg in Stuttgart

Stuttgart - RB Leipzig hat seine starke Auswärtsserie ausgebaut und am Samstagnachmittag mit 3:1 (1:1) beim VfB Stuttgart gewonnen. Yussuf Poulsen (6., 74.) und Marcel Sabitzer (68.) trafen gegen die abstiegsbedrohten Schwaben vor 46.072 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena, Steven Zuber gelang per Handelfmeter (16.) nur der zwischenzeitliche Ausgleich.

Strittige Szene: Nach einem Kopfball von Mario Gomez (l.) bekommt Leipzigs Kapitän Willi Orban den Ball an den Arm. Erst, nachdem sich Schiedsrichter Felix Zwayer die Situation in der Wiederholung ansah, entschied er auf Elfmeter, der zum Ausgleich führte
Strittige Szene: Nach einem Kopfball von Mario Gomez (l.) bekommt Leipzigs Kapitän Willi Orban den Ball an den Arm. Erst, nachdem sich Schiedsrichter Felix Zwayer die Situation in der Wiederholung ansah, entschied er auf Elfmeter, der zum Ausgleich führte  © Eibner-Pressfoto/Tom Weller

Mit Blick auf die aktuell besorgniserregende Tabellensituation und Leistung stellte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick klar: "Wir können darauf keine Rücksicht nehmen!" Mit fünf Pleiten aus den letzten sechs Ligaspielen standen die Schwaben arg unter Zugzwang.

Im Spiel der schlechtesten (47 Gegentore, VfB) gegen die beste Defensive (18, RB) der Bundesliga gingen die Gäste durch Yussuf Poulsen in der 6. Minute wie erwartet mit 1:0 in Führung.

Nach einem Handspiel von Willi Orban im Strafraum gab es nach Rücksprache mit dem Videoassistenten Elfmeter für den VfB, den Steven Zuber verwandelte - 1:1 (16.).

Nach der Halbzeit brachten Marcel Sabitzer per traumhaftem Freistoß (68.) und der doppelte Poulsen (74.) Leipzig auf die Siegerstraße.

Die Sachsen verkürzen durch den 3:1-Sieg den Rückstand auf den Dritten Gladbach auf einen Zähler. Die Fohlen spielen am Sonntag (15.30 Uhr) im Topspiel bei Leipzig-Verfolger Frankfurt.

Forsberg wieder in der Startelf - Poulsen macht's flott, Videoschiri hilft Stuttgart

Das 1:0 in der 6. Minute: Timo Werner (r.) legte den Ball flach vors Tor, Yussuf Poulsen (l.) musste nur noch den Fuß hinhalten.
Das 1:0 in der 6. Minute: Timo Werner (r.) legte den Ball flach vors Tor, Yussuf Poulsen (l.) musste nur noch den Fuß hinhalten.  © Picture Point/R. Petzsche

Nach dem 0:0 gegen Frankfurt nahm Leipzigs Trainer Ralf Rangnick drei Wechsel vor. Für Nordi Mukiele, Stefan Ilsanker (beide Bank) und Konrad Laimer (gelbgesperrt) begannen Ibrahima Konaté, Tyler Adams und Rückkehrer Emil Forsberg.

Nach eher verhaltenem Beginn ging RB dann doch schnell in Führung. Nach einem Einwurf von Marcel Halstenberg landete der Ball bei Timo Werner. Der Ex-Stuttgarter legte vor dem Tor quer, dort bekam Marc Oliver Kempf den Ball durch die Beine und Poulsen (11. Ligator!) musste nur noch den Fuß hinhalten - 1:0 für RB (6.).

Strittige Szene dann in der 14. Minute: Nach einem Kopfball von Mario Gomez bekam Kapitän Orban den Ball an den ausgestreckten (aber nicht unnatürlich gehaltenen) Arm. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied erst nach Blick auf den Bildschirm auf Handelfmeter. Zuber trat an und versenkte sicher links unten - 1:1 (16.). Es war Stuttgarts erster Treffer überhaupt gegen eine Leipziger Mannschaft.

Die Hausherren waren danach auf Spielkontrolle aus, kam jedoch ebenso wenig gefährlich vors Tor wie auch die auf einen Konter lauernden Leipziger.

Kurz vor der Halbzeit wurde es noch mal brenzlig für RB, als Ozan Kabak nach einem Freistoß auf Péter Gulácsis Kasten köpfte, Marcel Sabitzer aber klären konnte. Es blieb zur Pause beim 1:1.

RB tut sich erst schwer, kommt aber noch zu zwei Toren

Erzielte sein drittes Ligator dieser Saison: Marcel Sabitzer (r.), hier beim Jubel mit Bruma.
Erzielte sein drittes Ligator dieser Saison: Marcel Sabitzer (r.), hier beim Jubel mit Bruma.  © Picture Point/R. Petzsche

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel blieben die Leipziger engagierter, konnten sich aber nicht entscheidend im Aufbauspiel durchsetzen und auf die erneute Führung drängen. Der VfB stand mit seiner Fünferreihe weitestgehend sicher und versuchte sich hier und da an Konter.

Nach seinen langwierigen Leistenproblemen wurde Startelf-Debütant Forsberg nach einer Stunde ausgewechselt und durch Bruma ersetzt. Der Schwede blieb weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Wenig später ließ Gulácsi seine Torhüterfähigkeiten wieder aufblitzen: Alexander Esswein passte unsauber in den Strafraum, Gomez gab den Ball im Fallen an den freien Santiago Ascacibar weiter, dessen Direktabnahme der Ungar aber abwehren konnte (64.).

Im Gegenzug kam's knüppeldick für die Schwaben: Nach Foul an Poulsen hob Sabitzer die Kugel sehenswert und punktgenau über die Mauer hinweg ins gegnerische Tor - Leipzig wieder vorn (68.).

Sechs Minuten später gelang die Entscheidung: Tyler Adams spielte einen tollen Ball auf Poulsen, der Meter um Meter in Richtung Tor rannte und letztlich Ron-Robert Zieler beim Flachschuss keine Chance ließ - 3:1 (74.).

Erst in neun Tagen, am 25. Februar, muss RB Leipzig wieder ran. Dann findet das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim und den künftigen Coach Julian Nagelsmann statt. Anstoß ist 20.30 Uhr, Eurosport überträgt live.

RB Leipzig schob sich mit dem dritten Auswärtssieg in Folge bis auf einen Punkt an Borussia Mönchengladbach heran.
RB Leipzig schob sich mit dem dritten Auswärtssieg in Folge bis auf einen Punkt an Borussia Mönchengladbach heran.  © Picture Point/R. Petzsche

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