2:0! RB Leipzig schlägt Stuttgart und ist wieder voll im Geschäft

Leipzig - RB Leipzig ist (vorerst) in die Erfolgsspur zurückkehrt. Die Roten Bullen setzten sich am Mittwochabend mit 2:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart durch und machten den Fehlstart der Gäste perfekt. Kapitän Willi Orban und der nach Suspendierung zurückgekehrte Jean-Kevin Augustin machten den zweiten Saisonsieg klar.

Rot-weiße Jubeltraube: RB Leipzig feierte gegen den VfB Stuttgart den zweiten Saisonsieg.
Rot-weiße Jubeltraube: RB Leipzig feierte gegen den VfB Stuttgart den zweiten Saisonsieg.  © DPA

Vor 32.187 Zuschauern in der Red Bull Arena trafen zwei Teams aufeinander, die bisher holprig in die Saison gestartet sind. Während der VfB in vier Spielen erst zwei Punkte einfuhr und auch im Pokal bei Drittligist Rostock (0:2, TAG24 berichtete) ausschied, steht Europapokal-Anwärter RB mit fünf Punkten auch nicht viel besser da.

Nachdem die Gäste nur in einem der bisherigen fünf Pflichtspiele trafen (3:3 in Freiburg) und somit die Offensive gefragt war, wollten die Leipziger nach 13 Gegentoren aus den letzten sechs Partien ihre Defensive stabilisieren.

Willi Orban nutzte mit dem Pausenpfiff einen Abpraller zum 1:0 für Leipzig - sein erstes Saisontor. In der 53. Minute trafen die Hausherren zum 2:0 durch Timo Werner, doch es wurde nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten wegen Abseits nicht gegeben.

Nach Jean-Kevin Augustins (76.) und Emil Forsbergs (79.) Großchancen schlug der eingewechselte Franzose zu und stellte zehn Minuten vor dem Ende auf 2:0 - die Entscheidung.

Mukiele und Augustin nach Regelbruch im Kader - Startelf-Comeback für Halstenberg

Mit dem Halbzeitpfiff gelang Kapitän Willi Orban mit einem Abstaubertor das 1:0 für RB Leipzig.
Mit dem Halbzeitpfiff gelang Kapitän Willi Orban mit einem Abstaubertor das 1:0 für RB Leipzig.  © Picture Point/S. Sonntag

RB-Coach Ralf Rangnick schickte mit Rückkehrer Marcel Halstenberg und Regelbrecher Nordi Mukiele im Vergleich zum 1:1 in Frankfurt nur zwei Neue aufs Feld. Sein Gegenüber Tayfun Korkut baute nach dem 0:0 gegen Düsseldorf viermal um: Dennis Aogo, Pablo Maffeo, Borna Sosa und Erik Thommy kamen neu rein.

Das erste Ausrufezeichen setzten die Hausherren: Nach einem Halstenberg-Freistoß in den Strafraum entwischte Dayot Upamecano seinen Bewachern, doch sein Kopfball ging deutlich über den Kasten von Ron-Robert Zieler (10.).

Übrigens: Die rund 1700 mitgereisten Gästefans hatten einige Banner mit auf die 470 Kilometer lange Reise genommen: Mit dabei war neben "Anti RB" auch "Fuck Red Bull". Nach 20 Minuten Schweigeprotest legten die Anhänger dann auch los.

Ex-Stuttgart-Stürmer Timo Werner hatte die Führung nach klasse Zuspiel von Mukiele in den freien (Straf-)Raum auf dem Fuß, schoss jedoch vorbei (23.).

Die Leipziger übernahmen mehr und mehr das Geschehen, kombinierten sich immer wieder gute Möglichkeiten, die aber nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Stuttgart reagierte um die 30. Minute mehr als selbst zu agieren.

Als alle schon die Halbzeitpause im Kopf hatten, schlug RB doch noch zu: Einen strammen Schuss von Kevin Kampl konnte Zieler nur abprallen lassen, Kapitän Orban roch den Braten und schob zum 1:0 ein (45.+1). Direkt danach war Pause.

Stuttgart nur noch hinten drin - Joker Augustin macht alles klar

Der VfB Stuttgart (hier Borna Sosa gegen Leipzigs Marcel Sabitzer) hatte Probleme, die schnellen Bullen in Zaum zu halten.
Der VfB Stuttgart (hier Borna Sosa gegen Leipzigs Marcel Sabitzer) hatte Probleme, die schnellen Bullen in Zaum zu halten.  © Picture Point/S. Sonntag

In der ersten Halbzeit war Werner absolut glücklos, doch dann schlug er zu: Nach Abschlag von Torhüter Peter Gulacsi spielte der starke Halstenberg den Stürmer an, der lief Meter um Meter und versenkte den Ball im Tor. Aber der Video-Assistent entschied auf Abseits, es blieb beim 1:0.

Werner wurde rund eine Viertelstunde vor dem Spielende durch Jean-Kevin Augustin ersetzt. Und der Franzose hätte nach Sahne-Flanke von Marcel Sabitzer beinahe erhöht, doch der Ball klatschte nur an den Pfosten (76.)

Und auch Emil Forsberg versuchte sein Glück noch einmal, legte sich den Ball nach Augustin-Pass aber zu weit vor und fand in Zieler seinen Meister (79.).

Doch sie drückten weiter und sollten belohnt werden: Joker Augustin traf nach Halstenberg-Flanke zum 2:0 (80.).

Durch den zweiten Saisonsieg machte RB fünf Plätze gut und ist jetzt Achter - punktgleich mit einem Europa-League-Rang, zwei Punkte hinter der Champions League. Stuttgart bleibt nach dem 5. Spieltag Vorletzter und muss (mal wieder) torlos abreisen.

Samstag (15.30 Uhr) geht es für die Roten Bullen zur TSG Hoffenheim mit dem kommenden RB-Trainer Julian Nagelsmann. Zeitgleich hat der VfB den Überraschungs-Dritten aus Bremen zu Gast.

Fehlte gegen sein Jugend- und Ex-Verein das Glück: RB Leipzigs Nationalstürmer Timo Werner wurde zudem ein Abseitstor aberkannt.
Fehlte gegen sein Jugend- und Ex-Verein das Glück: RB Leipzigs Nationalstürmer Timo Werner wurde zudem ein Abseitstor aberkannt.  © Picture Point/S. Sonntag

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