Champions League ruft! RB Leipzig lässt auch Wolfsburg beim 2:0 keine Chance

Leipzig - RB Leipzigs Glückssträhne will auch am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht abreißen. Im wichtigen Spiel gegen den lauernden Verfolger VfL Wolfsburg setzten sich die Sachsen am Samstag mit 2:0 (2:0) durch, haben weiter sieben Punkte Vorsprung vor Gladbach auf Europa-League-Rang fünf und 13 vor den Wölfen. Vor 41.212 Zuschauern in der gut gefüllten Red Bull Arena waren Kevin Kampl (16.) und Timo Werner (28.) erfolgreich.

Darf sich angesichts jetzt 13 ungeschlagenen Pflichtspielen Serie zurecht freuen: RB-Coach Ralf Rangnick.
Darf sich angesichts jetzt 13 ungeschlagenen Pflichtspielen Serie zurecht freuen: RB-Coach Ralf Rangnick.  © Picture Point

RB Leipzig ging mit einer Top-Serie von zwölf ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie, darunter unter anderem auch dem Pokal-Achtelfinalerfolg gegen die Wölfe (1:0). Auch das Liga-Auswärtsspiel in der Volkswagen-Arena (0:1) war ein knappes Ding. Es sollte also spannend werden.

Doch in der ersten Halbzeit machten die Roten Bullen schnell klar, wer hier Herr im Hause war und wer die Champions League schnellstmöglich festmachen will.

Kevin Kampl mit einem sehenswerten Linksschuss in der 16. Minute und Timo Werner mit einem Kopfball aus spitzem Winkel (28.) trafen zur 2:0-Halbzeitführung gegen das Team, das als einziges bisher auswärts mehr Punkte holte als daheim.

Im zweiten Durchgang schalteten die Leipziger in der Offensive ein, zwei Gänge zurück, waren aber dennoch noch einige Male gefährlich, verwalteten die Führung aber. Werner wollte der Doppelpack nicht gelingen.

Nächste Woche geht's nach Mönchengladbach. Gibt's auch dort den Dreier, ist RB die Königsklasse dann kaum noch zu nehmen.

Zwei Neue für RB - Smith Rowe erstmals im Kader

Robin Knoche (l.) guckt in die Röhre, Timo Werner köpft aus spitzem Winkel an Pavao Pervan vorbei zum 2:0 ins Tor.
Robin Knoche (l.) guckt in die Röhre, Timo Werner köpft aus spitzem Winkel an Pavao Pervan vorbei zum 2:0 ins Tor.  © Picture Point

Nordi Mukiele in der Innenverteidigung für den gelbgesperrten Kapitän Willi Orban und Matheus Cunha für den weiter erkrankten Yussuf Poulsen brachte RB-Coach Ralf Rangnick nach dem 4:2 in Leverkusen neu aufs Feld.

Leipzigs mit Mukiele und Ibrahima Konaté neuformierte und in dieser Form noch unerfahrene Franzosen-Innenverteidigung machte ihre Sache in der Anfangsviertelstunde sehr gut, stand sattelfest, ließ nichts Gefährliches zu.

Im Gegensatz zum VfL! Mukiele konnte am gegnerischen Strafraum den Ball an Kevin Kampl abgeben, der hatte unbedrängt Zeit einen Weitschuss anzusetzen und traf mit einem klasse Linksschuss zum 1:0 - keine Chance für Wolfsburgs Aushilfstorhüter Pavao Pervan (16.).

Und die Bullen blieben heiß. Resultierend aus einem schnellen Konter flankte Marcel Sabitzer von halbrechts in den Sechzehner, dort verlor Robin Knoche Timo Werner aus den Augen, der Nationalstürmer köpfte ein - 2:0 (28.).

Fünf Minuten später wurde es gefährlich für RB: Maximilian Arnold, als gebürtiger Riesaer übrigens einziger echter Sachse auf dem Platz, schickte Admir Mehmedi. Der wollte den Ball rechts an Péter Gulácsi vorbeilegen, allerdings zu scharf, der Ball ging ins Toraus (33.).

Der Gastgeber wirkte frischer, spritziger, gefährlicher und brachte die 2:0-Führung in die Kabine.

Werner drängt auf den Doppelpack, packt ihn aber nicht

Ibrahima Konaté (l.) feiert mit Torschütze Kevin Kampl den vierten Ligasieg in Folge.
Ibrahima Konaté (l.) feiert mit Torschütze Kevin Kampl den vierten Ligasieg in Folge.  © Picture Point

Kurz nach dem Gang zurück aufs Feld landete die Kugel schon wieder im Wolfsburger Tor.

Marcel Halstenberg hatte Werner per Flanke perfekt bedient, mit einer Direktabnahme überwand er Pervan. Doch Schiri Daniel Siebert (Berlin) entschied auf Abseits - ganz eng (47.)!

Bei den Gästen wollte so recht nichts zusammengehen. Nur zwei Torschüsse nach 70 Minuten waren einfach zu wenig - selbst für das Ziel Europa League.

Werner wollte seinen Doppelpack unbedingt! Nachdem es die Leipziger etwas ruhiger angehen lassen haben, tankte sich der 23-Jährige über den linken Flügel durch, ließ den heute schwachen Knoche stehen, schlug einen Haken gegen Josuha Guilavogui, seinen Schuss konnte aber Pervan mit einer klasse Parade abwehren (70.).

RB erzielte noch einen weiteren Treffer, aber es war wieder Abseits, nachdem Werner Emil Forsberg bediente und der Schwede locker einschob (87.).

In der 90. Minute wurde der 18-jährige Emile Smith Rowe für seinen Fast-Namensvetter Forsberg eingewechselt, durfte erstmals nach seiner Leihe vom FC Arsenal Bundesligaluft schnuppern.

Nächsten Samstag wartet gleich der nächste harte Brocken auf die Roten Bullen. Auch Borussia Mönchengladbach braucht noch wichtige Punkte für Europa, empfängt RB ab 18.30 (Sky live).

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0