0:1 in Wolfsburg! RB Leipzig lässt wichtige Punkte liegen

Wolfsburg - Bundesligist RB Leipzig kann doch noch verlieren! Die Sachsen patzten im Auswärtsspiel am Samstag beim VfL Wolfsburg mit 0:1 (0:0). Jerome Roussillon (50.) erzielte das entscheidende Tor für den Gastgeber vor 22.832 Zuschauern. Im engen oberen Tabellendrittel rutscht das Team von Trainer Ralf Rangnick auf den vierten Platz und wird von Eintracht Frankfurt überholt.

Trainer Ralf Rangnick muss beim Achtelfinale m DFB-Pokal auf einige seiner Kicke verzichten.
Trainer Ralf Rangnick muss beim Achtelfinale m DFB-Pokal auf einige seiner Kicke verzichten.  © DPA

Die Roten Bullen wollten ihre derzeit bestechend gute Form samt gerade einmal zwei Gegentoren in den letzten acht Pflichtspielen.

In der Volkswagen-Arena erwischte jedoch der Gastgeber den besseren Start, konnte sich aber in dieser Phase keine wirkliche Torchance herausspielen.

Im Stürmer-Duell hatten weder Leipzigs Yussuf Poulsen (9., 15.) noch Wolfsburgs Daniel Ginczek (13., 29.) das Glück auf ihrer Seite.

Im zweiten Durchgang konnte Jerome Roussillon abstauben und das 1:0 für den VfL erzielen (50.).

Die offensiven Einwechslungen von Jean-Kévin Augustin und Matheus Cunha brachten keinen Erfolg mehr, Wolfsburg brachte den Sieg über die Zeit. Insgesamt ließen die Gäste ihre Stärken um Umschaltspiel komplett vermissen.

Damit geht's für die Leipziger um einen Platz runter auf die Vier, Eintracht Frankfurt (3:0 in Augsburg) zieht vorbei. Die Bayern verpassten es beim 3:3 gegen Düsseldorf, die Sachsen zu überholen.

Rot-Weißes Verletzungspech - Poulsen und Ginczek verpassen Führung

In einer munteren ersten Halbzeit konnten weder Gastgeber Wolfsburg noch die Leipziger in Führung gehen. Im Bild Yussuf Poulsen, John Anthony Brooks und Lukas Klostermann (v.l.n.r.)
In einer munteren ersten Halbzeit konnten weder Gastgeber Wolfsburg noch die Leipziger in Führung gehen. Im Bild Yussuf Poulsen, John Anthony Brooks und Lukas Klostermann (v.l.n.r.)  © Picture Point/S. Sonntag

Mit drei Veränderungen im Vergleich zum 3:0 gegen Leverkusen begann RB in Niedersachsen: Kapitän Willi Orban, Konrad Laimer und Bruma kamen neu rein. Neben Emil Forsberg fielen beim VfL auch Marcel Sabitzer, Kevin Kampl und Dayot Upamecano aus.

Die Wölfe waren vor den heimischen Fans die anfangs bessere Mannschaft, schalteten bei Ballgewinnen schnell um - eigentlich auch die Stärke der Leipziger. Die erste Chance hatte aber Poulsen, der nach einer Flanke von Lukas Klostermann neben das Tor köpfte (9.).

Aufregung kurz darauf: Im Strafraum-Gewusel spitzelte Ginczek offenbar den Ball über die Linie, doch Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) entschied auf kein Tor (13.). Im Gegenzug hatte Poulsen die nächste Gelegenheit, verfehlte den Kasten aber mit einem Knieschuss (15.).

Ginczek hatte nach einer halben Stunde das 1:0 für Wolfsburg auf dem Fuß: RB verlor den Ball im Mittelfeld, mit einer Flanke wurde der Stürmer geschickt, verzog beim Schuss jedoch - Glück für die Gäste (29.).

Erst Pfosten, dann Rückstand

Jerome Roussillon erzielte in der 50. Minute das 1:0 für Wolfsburg - sein erstes Tor im VfL-Trikot.
Jerome Roussillon erzielte in der 50. Minute das 1:0 für Wolfsburg - sein erstes Tor im VfL-Trikot.  © DPA

Alu-Pech für die Bullen kurz nach Wiederbeginn!

Demme ließ vor dem Strafraum mehrere Gegenspieler aussteigen, zog aus 18 Metern ab. Keeper Koen Casteels lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den rechten Pfosten und von seinem Rücken flog das Spielgerät über die Latte (48.)

Kurz darauf platzte der Torknoten! Admir Mehmedi schickte Ginczek mit einer herrlichen Flanke, Demme kam nicht hinterher. Ginczeks Schuss wehrte Peter Gulácsi nach rechts ab, doch dort kam Jerome Roussillon angerannt und musste nur noch ins leere Tor einschieben - 1:0 für den VfL (50.). Es war Gulácsis erstes Gegentor nach 499 Minuten.

Die Einwechslungen von Augustin, Cunha und Marcelo Saracchi wirkten sich am Ende nicht mehr aufs Ergebnis aus. Die Wolfsburger verteidigten den knappen Vorsprung. RB hingegen ließ im Ballbesitz die entscheidenden Akzente vermissen.

Für die Sachsen geht's am Donnerstag zum brisanten und ultrawichtigen Spiel zu Schwesterklub Red Bull Salzburg in der Europa League. Anstoß in Österreich ist 18.55 Uhr (DAZN live).

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