DFB-Pokal: RB Leipzig schlägt Wolfsburg und steht erstmals im Viertelfinale

Leipzig - RB Leipzig hat erstmals in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Die Sachsen setzten sich am Mittwochabend im Bundesligaduell gegen den VfL Wolfsburg mit 1:0 (1:0) durch. Vor nur 21.135 Zuschauern in der Red Bull Arena sorgte Matheus Cunha (9. Minute) für den Treffer des Tages.

Hallo, Herr Matchwinner! Matheus Cunha schoss RB Leipzig zum 1:0-Sieg über Wolfsburg.
Hallo, Herr Matchwinner! Matheus Cunha schoss RB Leipzig zum 1:0-Sieg über Wolfsburg.  © Picture Point

Erstmals konnte RB die Runde der letzten 16 Teams im Pokal erreichen. In der Saison 2014/15, damals noch als Zweitligist, verloren die Leipziger mit 0:2 gegen - genau, den VfL Wolfsburg. Revanche war also angesagt. Die Niedersachsen erreichten das Achtelfinale durch Siege in Elversberg (1:0) und Hannover (2:0). Das Rangnick-Team schaltete Viktoria Köln (3:1) und Hoffenheim (2:0) aus.

Vor einer überraschend sehr mageren Kulisse traf Werner-Ersatz Matheus Cunha schon in der 9. Minute zum 1:0 für die Gastgeber. Die Hausherren dominierten die erste Halbzeit, kamen aber zu keinem weiteren Treffer.

VfL-Trainer Bruno Labbadia wechselte im zweiten Durchgang doppelt auf den Außenpositionen. Das brachte dem Tabellensechsten zwar mehr Schwung, aber keinen zählbaren Erfolg.

Aufgrund der knappen Führung blieb die Partie bis zum Ende spannend, doch Leipzig fuhr den Sieg letztlich verdient ein.

Am Sonntag (18.15 Uhr) findet im Rahmen der ARD-Sportschau die Auslosung fürs Viertelfinale statt. Erstmals in der knapp zehnjährigen Vereinsgeschichte auch mit der Kugel von RB Leipzig.

Gulácsi kehrt ins Tor zurück - Werner-Ersatz Cunha trifft früh

Das 1:0: Matheus Cunha (nicht im Bild) schiebt den Ball links an Wölfe-Torwart Koen Casteels (r.) vorbei ins Tor.
Das 1:0: Matheus Cunha (nicht im Bild) schiebt den Ball links an Wölfe-Torwart Koen Casteels (r.) vorbei ins Tor.  © Picture Point

RB-Trainer Ralf Rangnick bot gegen die Wölfe die exakt identische Startelf wie beim 3:0 in Hannover auf. Der bei 96 verletzt ausgewechselte Keeper Péter Gulácsi kehrte ins Tor zurück, Timo Werner (Grippe) fehlte hingegen.

Die Roten Bullen versuchten in den Anfangsminuten das Spiel zu kontrollieren, setzten besonders über flinke Konter immer wieder Nadelstiche. Und genau so entstand auch das Führungstor. Nach einem Ballverlust der Gäste schaltete RB blitzschnell um. Cunha bekam den Ball zentral vor dem Tor serviert und konnte an Koen Casteels vorbei zum 1:0 treffen (9.).

Sechs Minuten später standen die Wölfe hauchdünn vorm Ausgleich. Ibrahima Konaté wollte Wout Weghorst mit einem Heber überwinden, doch Renato Steffen roch den Braten. Er schnappte sich den Ball, ließ seinen Gegenspieler im Sechzehner mit einem Haken aussteigen, seinen Schuss konnte Gulácsi aber mit den Fingerspitzen stark um den Pfosten lenken (15.).

Durch Leipzigs gewohnt frühes Pressing war der VfL kaum in der Lage, einen ordentlichen Angriff aufzuziehen. Die agilen Marcel Sabitzer und Lukas Klostermann sorgten hingegen über die rechte Seite mehrfach für temporeiche Aktionen, fanden im Zentrum aber keinen Abnehmer.

Bullen drängen aufs 2:0, Wölfe halten dagegen

Der VfL Wolfsburg kam kaum zu Tormöglichkeiten, da die Leipziger die meisten Angriffsaktionen durch ständiges Pressing unterbinden konnten.
Der VfL Wolfsburg kam kaum zu Tormöglichkeiten, da die Leipziger die meisten Angriffsaktionen durch ständiges Pressing unterbinden konnten.  © Picture Point

Die Bullen machten Anfang des zweiten Durchgangs einfach dort weiter, wo sie nach 45 Minuten aufgehört hatten.

Wolfsburg konnte sich nach wie vor kaum befreien und eigene Akzente nach vorn setzen. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatte so Konrad Laimer nach tollem langen Pass von Matheus Cunha die Schusschance, verzog aber aus spitzem Winkel deutlich (55.).

Und es ging weiter. Ballgewinn im Mittelfeld, langer Ball von Sabitzer auf Poulsen, der hob die Kugel über Casteels, doch Robin Knoche rettete auf der Linie (57.). RB war in dieser Phase dem 2:0 deutlich näher als der VfL dem 1:1.

Der offensive Doppelwechsel der Wölfe durch Josip Brekalo und John Yeboah brachte zwar zunächst mehr Schwung ins Wolfsburger Spiel, am Ende aber keinen Erfolg in Form von Toren.

Am zweiten Aprilwochenende treffen die Bullen und die Wölfe ein drittes und letztes Mal in dieser Saison aufeinander, dann am 29. Spieltag der Bundesliga. Samstag geht es für die Roten Bullen wieder im Ligageschäft weiter. Mit Tabellennachbar Eintracht Frankfurt wartet ein harter Brocken. Anpfiff in der Red Bull Arena ist 15.30 Uhr (Sky). Der Vorsprung auf den Pokalsieger kann dann auf acht Punkte ausgebaut werden.

Halbleeres Stadion: Nur 21.135 Zuschauer wollten das Pokal-Achtelfinale am Mittwochabend sehen.
Halbleeres Stadion: Nur 21.135 Zuschauer wollten das Pokal-Achtelfinale am Mittwochabend sehen.  © Picture Point
Torschütze Matheus Cunha (M.) ließ sich von Lukas Klostermann (l.) und Sturmpartner Yussuf Poulsen ordentlich abfeiern.
Torschütze Matheus Cunha (M.) ließ sich von Lukas Klostermann (l.) und Sturmpartner Yussuf Poulsen ordentlich abfeiern.  © Picture Point

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