RB Leipzig gegen Werder Bremen: "Das Hinspiel war kein Selbstläufer"

Leipzig - "Am Ende gehen wir mit einem 0:0 raus, mit dem wir zufrieden sein können", resümierte RB-Stürmer Timo Werner nach der Partie am Sonntag gegen den FC Bayern München (TAG24 berichtete). Nach dem Pokalaus und weniger optimalen Ergebnissen in der Bundesliga machte das Remis beim Rekordmeister Hoffnung, dass es wieder in die richtige Richtung geht.

Werders Josh Sargent (M) grätscht den Ball vor Leipzigs Ibrahima Konate und Konrad Laimer (r) weg. Das Hinspiel war eine umkämpfte Angelegenheit.
Werders Josh Sargent (M) grätscht den Ball vor Leipzigs Ibrahima Konate und Konrad Laimer (r) weg. Das Hinspiel war eine umkämpfte Angelegenheit.  © Carmen Jaspersen/dpa

Nun muss das Team um Trainer Julian Nagelsmann am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) beweisen, dass es auch mal wieder mit drei Punkten klappen kann. Nach den harten Gegnern Gladbach, Frankfurt und Bayern treffen die Leipziger im heimischen Stadion mit Werder Bremen auf einen vermeintlich schwächeren Kontrahenten.

Doch der Coach mahnte in der Pressekonferenz am Donnerstag davor, die angeschlagenen Bremer zu unterschätzen. "Wir brauchen uns nur an das Hinspiel erinnern, das war kein Selbstläufer", erinnerte Nagelsmann an das Spiel an der Weser, dass RB aber dennoch mit 3:0 für sich entscheiden konnte.

Begeistert zeigte sich der Coach im Vorfeld der Partie auch von seinem Trainerkollegen. "Ich schätze Flo als einen der fähigsten Trainer. Es ist nie schön, wenn Trainerkollegen den eigenen Erwartungen hinterherhinken. Als neutraler Zuschauer schaue ich mir gern Spiele von Bremen an", so Nagelsmann.

Dass Bremen zur Vorbereitung schon einige Tage eher nach Leipzig gekommen ist und den Alfred-Kunze-Sportpark von der BSG Chemie Leipzig zum Trainieren nutzte, zeigt Nagelsmann wie "ernst sie die Situation nehmen".

Bremen vier Punkte hinter Nichtabstiegsrang, RB Leipzig ohne Tyler Adams

Werders Johannes Eggestein (r) im Duell mit Leipzigs Willi Orban.
Werders Johannes Eggestein (r) im Duell mit Leipzigs Willi Orban.  © Carmen Jaspersen/dpa

Personell musste Julian Nagelsmann am Donnerstag eine kleine Hiobsbotschaft verkünden. Der gerade erst wieder fit gewordene Tyler Adams zog sich im Training einen Muskelfaserriss in der Wade zu und wird den Roten Bullen einige Wochen lang fehlen. Nach nur fünf gespielten Liga-Partien machte sein Körper ihm erneut einen Strich durch die Rechnung:

"Er musste einige Meter machen in den letzten Wochen, was dem Personal geschuldet war", sagte der Coach. Damit bleibt die Personalsituation auf der sensiblen Defensivposition weiterhin kritisch.

Kritisch ist das richtige Stichwort, um die Lage bei Werder Bremen aktuell zu beschreiben. Der SVW steht mit 17 Punkten aus 21 Spielen und 25:48 Toren auf dem 17. Platz und hat das schlechteste Torverhältnis der gesamten Liga! Vier Punkte trennen die Bremer bereits von Nichtabstiegsrang 15 und dem FSV Mainz 05.

"Wir haben gestandene Spieler auf dem Platz, die einfach zu viel über sich ergehen lassen. Das müssen wir verändern und da sind die Jungs in der Pflicht. Florian Kohfeldt und ich können die Tore nicht schießen und sie auch nicht verhindern", sagte Sportgeschäftsführer Frank Baumann nach der bitteren 0:2 Pleite am vergangenen Wochenende gegen Union Berlin.

Gegen Leipzig soll es deshalb zu einer Reaktion kommen. Kohfeldt: "Es gibt nur noch Endspiele. Die Situation ist sehr ernst. Wir müssen das - egal gegen wen wir spielen - so angehen wie gegen Dortmund im Pokal."

Nach dem 3:0 im Hinspiel hatten die Männer von Julian Nagelsmann viel zu lachen.
Nach dem 3:0 im Hinspiel hatten die Männer von Julian Nagelsmann viel zu lachen.  © Carmen Jaspersen/dpa

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