RB Leipzig schießt Bremen tiefer in die Krise und ist wieder Spitzenreiter!

Leipzig - Das Schneckenrennen an der Spitze der Fußball-Bundesliga hält an. Am 22. Spieltag setzte sich RB Leipzig gegen Werder Bremen mit 3:0 (2:0) durch und übernahm die Tabellenführung vom FC Bayern München. Gegen den harmlosen Vorletzten sorgten zwei Standards für die Entscheidung: Lukas Klostermann (18.) und Patrik Schick (39.) waren vor 41.308 Zuschauern in der Red Bull Arena erfolgreich, bevor Nordi Mukiele (46.) noch erhöhte.

Lukas Klostermann (2.v.r.) konnte nach Querlage von Patrik Schick in der 18. Minute zum 1:0 für RB einschieben.
Lukas Klostermann (2.v.r.) konnte nach Querlage von Patrik Schick in der 18. Minute zum 1:0 für RB einschieben.  © picture point/Sven Sonntag

Nach dem 3:1 gegen Union Berlin zum Auftakt in die Rückrunde ging bei den Roten Bullen zuletzt nur noch wenig zusammen. Zweimal gegen Frankfurt in Liga und Pokal verloren, gegen Gladbach und die Bayern "nur" Remis: RB musste den Platz an der Sonne zuletzt an den Rekordmeister abgeben, stand durch Dortmunds 4:0 am Freitag gegen Frankfurt zusätzlich unter Druck.

Die Werderaner weilten im Rahmen eines Kurztrainingslagers bereits seit Mittwoch in Leipzig, bereiteten sich in Chemies Alfred-Kunze-Sportpark vor. Die Vorzeichen standen vor Anpfiff dennoch klar auf sächsischer Seite - und bestätigten sich auch.

Zunächst verschafften sich die Hanseaten aber mehr Spielanteile, konnten diese jedoch nicht in Torabschlüsse ummünzen. Mit fortschreitender Zeit wurde RB souveräner, ging durch zwei Treffer nach Standards durch Lukas Klostermann (18.) und Patrik Schick (39.) mit 2:0 in die Kabine.

Nur 32 Sekunden nach Wiederbeginn traf der tunnelnde Startelf-Rückkehrer Nordi Mukiele zum vorentscheidenden 3:0 - gleichzeitig auch der Endstand.

RB überholte durch den Dreier den BVB und die Bayern und übernahm vorerst den Spitzenplatz. Nur mit einem Sieg in Köln am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) kann die Flick-Elf wieder Erster werden.

Olmo und Angelino bereiten erste Treffer vor

Nach Ecke von Winter-Neuzugang Dani Olmo (2.v.r.) köpfte Schick (l.) vor der Halbzeit zum 2:0 ein.
Nach Ecke von Winter-Neuzugang Dani Olmo (2.v.r.) köpfte Schick (l.) vor der Halbzeit zum 2:0 ein.  © Picture Point/Roger Petzsche

Bittere Nachricht für alle RB-Fans am Donnerstag: Tyler Adams, erst Ende Dezember zurückgekehrt, fällt mit einem Muskelfaserriss wohl den restlichen Februar aus. Für ihn rückte Nordi Mukiele in die Startelf. Zudem begann Patrik Schick für Christopher Nkunku.

Das abstiegsbedrohte Team von Trainer Florian Kohfeldt kam ganz gut rein in die Partie, erspielte sich zeitweise über 60 Prozent Ballbesitz, gewann knapp zwei Drittel der Zweikämpfe. Nennenswert vors Tor kamen die schwarz gekleideten Spieler aber nicht.

Während es die Gäste über einen ruhigen Spielaufbau aus der eigenen Hälfte hinaus nach vorn versuchten, waren die Bullen erneut vor allem in der Paradedisziplin Konter gefährlich. So hatten Dani Olmo (7.), Timo Werner (11.) und Marcel Sabitzer (15.) die ersten Gelegenheiten.

Kurz danach kam Maximilian Eggestein gegen Mukiele zu spät, senste den Franzosen um und sah seine fünfte Gelbe Karte, fehlt damit gegen den BVB. Den nachfolgenden Freistoß aus 22 Metern brachte Angelino punktgenau in den Sechzehner, wo Schick völlig frei quer nach rechts legen und Lukas Klostermann locker zum 1:0 einschieben konnte (18.).

Leipzig holte sich nach der Führung immer mehr Ballbesitz und somit Spielanteile zurück. Dennoch gehörten die nächsten beiden Chancen Bremen: Erst schoss Marco Friedl mit viel Gewalt weit vorbei (33.), ehe Milot Rashica beim Zuspiel von Theodor Gebre Selassi aus 15 Metern in Rücklage ebenfalls deutlich verzog (35.).

Es war dann wieder ein Standard, der zum zweiten RB-Tor führte: Ecke Olmo, im Zentrum stieg Schick am höchsten und köpfte unplatziert, jedoch sehr wuchtig, Jiri Pavlenka kam mit der rechten Hand noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern - 2:0 (39.).

Aus die Maus nach 32 Sekunden

Nordi Mukiele tunnelte Jiri Pavlenka nur 32 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit zum entscheidenden 3:0.
Nordi Mukiele tunnelte Jiri Pavlenka nur 32 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit zum entscheidenden 3:0.  © picture point/Sven Sonntag

Viele Zuschauer hatten ihre Plätze noch nicht wieder eingenommen, da lag das Spielgerät schon wieder im Kasten.

Konrad Laimer schlug einen weiten Ball nach vorn, Niklas Moisander konnte mit hohem Fuß nicht klären, Friedl kam auch nicht mehr hinterher, sodass Mukiele Pavlenka nach 32 Sekunden zum 3:0 tunnelte (46).

Der klare Spielstand ließ zu, dass Julian Nagelsmann im Hinblick aufs anstehende Königsklassen-Match in Tottenham Klostermann und Laimer freigeben und Ethan Ampadu sowie Amadou Haidara zu einigen Einsatzminuten verhelfen konnte (60.).

Spielerisch drängten die Sachsen den SVW weit in die eigene Hälfte zurück, ließen ihn da nur ganz selten hinauskommen.

20 Minuten vor dem Ende machte Olmo dann noch Platz für Emil Forsberg, das Wechselkontingent war somit erschöpft.

RB spielte das locker herunter, sparte hinten hinaus ein paar Kräfte und fuhr in der 22. Begegnung den 13. Sieg ein.

Jetzt steht wieder eine Englische Woche an. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) sind die Roten Bullen im ersten Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals überhaupt zu Gast bei Tottenham Hotspur um Startrainer José Mourinho. Nächsten Samstag (18.30 Uhr/Sky) steht das Bundesliga-Topspiel bei Schalke 04 an.

SVW-Trainer Florian Kohfeldt steht nach der achten Ligapleite in den letzten neun Partien niedergeschlagen in der Coachingzone.
SVW-Trainer Florian Kohfeldt steht nach der achten Ligapleite in den letzten neun Partien niedergeschlagen in der Coachingzone.  © Robert Michael/dpa

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