RB Leipzig: Wie Trainer Nagelsmann die letzten Tage des Jahres verbringt

Leipzig - Winterpause in der Bundesliga! Die Profis haben sich nach der Weihnachtsfeier auf den Weg zu Familien und Freunden gemacht und auch RB Leipzig kommt ein wenig zur Ruhe. Trainer Julian Nagelsmann (32) hat nun Einblicke in seine letzten Tage 2019 gewährt und das erste halbe Jahr in Sachsen Revue passieren lassen.

Auch für Maskottchen Bulli gehts in die Winterpause.
Auch für Maskottchen Bulli gehts in die Winterpause.  © Picture Point/R. Petzsche

Die erste Halbserie bei seinem neuen Klub endete für den Ex-Hoffenheimer wie sie begonnen hatte: mit einem Sieg und drei eigenen Toren.

Gestartet mit einem 3:2 im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück arbeitete sich RB peu à peu nach oben, durchging ein Formtief, erreichte erstmals in der Vereinsgeschichte das Achtelfinale der Champions League und ist nach einem 3:1 gegen Augsburg obendrein Bundesliga-Herbstmeister geworden.

Alles nicht selbstverständlich, wie ein zurückblickender Julian Nagelsmann weiß. "Nach Ralf Rangnick und einer sehr, sehr erfolgreichen letzten Saison zu übernehmen, ist nicht die einfachste Aufgabe. Ich bin froh, dass die Jungs gut mitgezogen haben und dass wir in allen drei Wettbewerben eine gute Rolle spielen", sagte der 32-Jährige.

Mit 48 Toren aus 17 Ligaspielen - also im Schnitt fast drei pro Partie - machte er die Bullen zur offensivstärksten Mannschaft in der deutschen Beletage und formte hinter Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg (je 18) mit 20 Gegentoren eine der besten Defensiven.

"Wir stehen zurecht da, wo wir stehen. Aber wenn wir da bleiben wollen, müssen wir Schritte machen und irgendwann gegen Dortmund oder Bayern gewinnen", weiß Nagelsmann nach zwei Remis gegen den BVB (3:3) und den FCB (1:1).

Durchschnaufen über Weihnachten und mit "Koffer voller Arbeit" ins neue Jahr

Freut sich aufs Durchschnaufen mit der Family: RB-Coach Julian Nagelsmann (32).
Freut sich aufs Durchschnaufen mit der Family: RB-Coach Julian Nagelsmann (32).  © Picture Point/S. Sonntag

Auch die Supporter als Rückendeckung sind für den Fachmann zu einer wichtigen Stütze geworden. Wenn die auch etwas zu übermütig sind und ihn gern häufiger vor dem Block sehen würden.

"Die Fans fordern mich jetzt immer, freiwillig würde ich da nicht immer hingehen. Ich schick' da lieber die Spieler vor. Ich bin jetzt ein halbes Jahr hier, man muss die Kirche auch ein bisschen im Dorf lassen", bremste Nagelsmann die aufkommende Euphorie. "Wenn wir wirklich was gewinnen, gehe ich auch freiwillig in die Kurve." Na immerhin.

Doch zunächst kann der Familienvater erst einmal abschalten. "Ich bin schon froh über ein paar Tage zum Durchschnaufen. Nach so einer Hinrunde mit jetzt 25 Spielen und sehr guten Ergebnissen ist es ratsam, den Fußball mal zur Seite zu legen und sich ein bisschen auf die Familie zu fokussieren."

Schon zwischen Weihnachten und Silvester dürfte der Coach aber die nächsten Erfolgspläne für die Rückrunde schmieden. "Wir werden ab dem 6. Januar intensiv daran arbeiten, dass wir weitere Schritte gehen", sagte Nagelsmann. Genau dann steht der öffentliche Trainingsauftakt an und der "Koffer voller Arbeit" wird hoffentlich schnell leichter.

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0