Champions League: RB Leipzig will auch Zenit mit Gier aus dem Russen-Kessel ballern

Sankt Petersburg - In ihrem vierten Gruppenspiel in der Champions League bei Zenit St. Petersburg wollen die Profis von RB Leipzig nach zwei Kantersiegen in Folge das Tor zum Achtelfinale ganz weit aufstoßen. Trainer Julian Nagelsmann muss aufpassen, dass seine Spieler nach den beeindruckenden Erfolgen nicht abheben, um das Ziel K.o.-Phase nicht doch noch zu verfehlen.

Vor zwei Wochen konnte RB Leipzig beim 2:1-Erfolg über Zenit St. Petersburg nach Rückstand jubeln. Wie sieht es am Dienstag aus?
Vor zwei Wochen konnte RB Leipzig beim 2:1-Erfolg über Zenit St. Petersburg nach Rückstand jubeln. Wie sieht es am Dienstag aus?  © Picture Point/S. Sonntag

"Wir haben in den letzten zwei Spielen gezeigt, was wir können und wissen alle, dass wir gegen Zenit mindestens eine ähnlich gute Leistung brauchen, um die drei Punkte einzufahren", sagte der Coach nach der Ankunft in der russischen Metropole.

Im Hinspiel vor zwei Wochen konnten die Roten Bullen erstmals nach einem Rückstand noch ein Spiel in der Königsklasse gewinnen, drehten die Partie noch mit 2:1 zu ihren Gunsten (TAG24 berichtete).

Nagelsmann: "Wir haben im Hinspiel sehr gut verteidigt, die Leistung müssen wir auch wieder abrufen. Zenit ist eine wirklich starke Truppe, die wir nicht unterschätzen dürfen. Grundsätzlich erwarte ich ein ähnliches Spiel wie im Hinspiel. Vielleicht verteidigt Zenit dieses Mal nicht ganz so tief, sondern geht deutlich klarer auf einen Sieg. Ich werde die Mannschaft deshalb aber nicht unbedingt anders einstellen."

Der russische Meister hat zuletzt in der Liga 1:1 gegen ZSKA Moskau gespielt, dabei einen Rückstand noch ausgeglichen. Die Leipziger kommen mit den Kantersiegen in Wolfsburg (6:1) und gegen Mainz (8:0) in die Gazprom Arena, wollen dort nach dem 1:1 im Europa-League-Achtelfinale vor eineinhalb Jahren erstmals gewinnen.

Die Gier vor dem Duell mit Zenit sei groß, "ich hatte bei den Jungs noch nie das Gefühl, dass sie satt sind, es hat aber oft an Nuancen gefehlt", so Nagelsmann, der deine Mannschaft zugleich aber auch warnt: "Wir haben gesehen, dass Zenit keine Hülle und Fülle an Chancen braucht, um ein Tor zu machen." Er zielt dabei auf den Petersburger Führungstreffer vor zwei Wochen ab, den Yaroslav Rakytskyy mit einem Sonntagsschuss markierte.

Russen-Rakete Dzyuba stoppen - Schlechte Erfahrung mit dem Schiri

In der Gazprom Arena in St. Petersburg wollen die Roten Bullen ihr viertes Gruppenspiel gewinnen.
In der Gazprom Arena in St. Petersburg wollen die Roten Bullen ihr viertes Gruppenspiel gewinnen.  © dpa/J. Woitas

Personell muss Julian Nagelsmann erwartungsgemäß auf Kapitän Willi Orban (Meniskusprobleme), Ibrahima Konaté (Hüftprobleme) und Marcelo Saracchi (Infekt) sowie die Langzeitverletzten Tyler Adams und Hannes Wolf (Aufbautraining) verzichten.

Seine Startelf wolle er "nicht großartig" verändern, insofern die mitgereisten Kicker gesund bleiben und gut trainieren. Mit nach Russland sind auch die wiedergenesenen Kevin Kampl (Mandelentzündung) und Ademola Lookman (Kreuzbeinprobleme) gereist.

Zenit-Knipser Artem Dzyuba (31) wird erneut keine Sonderbewachung bekommen.

"Es ist kein Kampf Dzyuba gegen RB, sondern RB gegen Zenit, es wird wie im Hinspiel eine Aufgabe für alle sein", sagte der RB-Coach, der vor allem die Anspiele auf den 1,97-Meter-Mann verhindern will. "Wir müssen immer erst die Ursache und nicht das Symptom bekämpfen - wie in der Medizin."

Timo Werner war an zehn der 14 Tore gegen Wolfsburg und Mainz beteiligt, hat dementsprechend aktuell einen ordentlichen Lauf. In der diesjährigen Champions League konnte der 23-Jährige nur auswärts bei Benfica Lissabon treffen. Gutes Omen für Dienstag?

Dann hatten wir noch den Schiedsrichter. Orel Grinfeld kommt aus Israel angeflogen. Der 38-Jährige leitete bereits das entscheidende Quali-Spiel in der Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und Racing Straßburg, das die SGE 3:0 gewann und wodurch die Hessen in die Gruppenphase einzogen.

Ein Spiel mit Leipziger Beteiligung hat Grinfeld auch schon in seinem Lebenslauf stehen. An das 0:1 in der Gruppenphase letzte Saison in Salzburg dürften die Sachsen aber keine guten Erinnerungen haben.

Anstoß in St. Petersburg ist 18.55 Uhr. Sky überträgt die Partie live.

Die Nagelsmänner können mit einem Sieg in Russland das Weiterkommen zu gut wie sichern.
Die Nagelsmänner können mit einem Sieg in Russland das Weiterkommen zu gut wie sichern.  © Picture Point/S. Sonntag

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