RB Leipzig durch Sabitzer-Knaller mega happy: "Von dem träumst du!"

Leipzig - Die Kabinenansprache in der Halbzeitpause war bei RB Leipzig diesmal nicht ganz so laut wie noch am Samstag gegen Wolfsburg (1:1). Dafür war sie ungemein effektiv, konnten die Roten Bullen doch am Mittwoch einen 0:1-Rückstand gegen Zenit St. Petersburg noch in einen 2:1-Sieg umwandeln (TAG24 berichtete). Dafür gesorgt haben zwei Österreicher, die die Sachsen an die Tabellenspitze schossen.

Nach dem wichtigen zweiten Gruppensieg feierte die Mannschaft mit den Fans.
Nach dem wichtigen zweiten Gruppensieg feierte die Mannschaft mit den Fans.  © Picture Point/S. Sonntag

"Wir haben keine einfache Phase hinter uns", musste Torhüter Péter Gulacsi nach den zuvor vier sieglosen Pflichtspielen feststellen. "Wir haben zwar gute Spiele gemacht, aber nicht das richtige Ergebnis geholt." 1:3 gegen Schalke, 0:2 gegen Lyon, 1:1 in Leverkusen, 1:1 in Wolfsburg - gegen den russischen Meister sollte nicht Sieglos-Nummer fünf folgen.

Folgte auch nicht. Auch, wenn Trainer Julian Nagelsmann die Stimmbänder vor allem in Durchgang eins ordentlich auf Betriebstemperatur gebracht hat.

Yaroslav Rakitskyys Weitschuss zum 1:0, bei dem er 30 Meter vor dem Kasten viel zu frei stand, kam aus dem berühmten Nichts. Zenit verteidigte die Führung mit Mann und Maus, machte das Zentrum zu, brachte Leipzigs Angreifer zum Verzweifeln.

Nagelsmanns Kabinenansprache ist schon fast legendär. Schon mehrfach konnte er in der Halbzeit noch ein paar Prozent aus seinen Jungbullen herauskitzeln und für wichtige Punkte sorgen. Gegen Sankt Petersburg gelang es auch, wenn auch nicht so laut wie gegen Wolfsburg. Erstmals gewann RB ein Spiel in der Königsklasse nach Rückstand.

Matchwinner Marcel Sabitzer: Erst Vorlage, dann Siegtreffer

Alle staunten nicht schlecht, als Marcel Sabitzer (2.v.r.) in der 59. Minute mit einem Tor des Monats den Siegtreffer erzielte.
Alle staunten nicht schlecht, als Marcel Sabitzer (2.v.r.) in der 59. Minute mit einem Tor des Monats den Siegtreffer erzielte.  © Picture Point/S. Sonntag

Man of the Match war unumstritten Marcel Sabitzer.

Im österreichischen Zusammenspiel legte er erst den Ausgleichstreffer für Konrad Laimer auf, ehe er zehn Minuten später selbst einnetzte. Und wie!

In der 59. Minute lief über die linke Seite der Angriff, Lukas Klostermann flankte nach innen. Vorbei an Freund und Feind wartete dann doch noch Sabitzer. Allein gelassen nahm er den Ball erst kompliziert aus der Luft an, um ihn mit einem wirklich wunderschönen, angeschnittenen Rechtsschuss haargenau ins lange Lattenkreuz zu setzen.

Torhüter Mikhail Kerzhakov, Bruder von Russland-Rekordtorschütze Aleksandr, hatte null Komma null Chancen, auch nur irgendwie heranzukommen.

War das Traumtor Glück oder Können? "Im Training üben wir immer mal wieder Schüsse aus der Distanz und wenn er dann so reinfliegt, ist das natürlich sehr schön", sagte Siegtorschütze Marcel Sabitzer bei DAZN. "Von dem träumst Du!"

Sein Team habe sich besonders in der ersten Halbzeit "totgespielt im Zentrum. Sie hatten es verdichtet in der Mitte, und wenn sie mit acht, neun Leuten ihre Box verteidigen, ist es schwer, durch die Mitte zu kombinieren", sagte der 25-Jährige, der in zwölf Pflichtspielen 2019/20 an zehn Treffern beteiligt war.

Sabitzer wusste also schon, wovon er träumen wird: Von seinem Traumtor, dem Dreier und der Tabellenführung in der Champions-League-Gruppe G. Die war perfekt, weil Olympique Lyon gegen die bis dato punktlosen Portugiesen von Benfica Lissabon mit 1:2 den Kürzeren zogen.

Applaus, Applaus! Trainer Julian Nagelsmann freute sich über den Sieg gegen Zenit St. Petersburg und die damit verbundene Tabellenführung in Gruppe G.
Applaus, Applaus! Trainer Julian Nagelsmann freute sich über den Sieg gegen Zenit St. Petersburg und die damit verbundene Tabellenführung in Gruppe G.  © Picture Point/S. Sonntag

Alle Tore von RB Leipzig - Zenit St. Petersburg in der Zusammenfassung

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