Heidenauer Supermarkt wehrt sich gegen fiese Gerüchte

Im Eingangsbereich des Heidenauer Marktes steht dieses Plakat.
Im Eingangsbereich des Heidenauer Marktes steht dieses Plakat.

Heidenau - Seit neben dem REAL-Markt an der Heidenauer Hauptstraße eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wurde, brodelt die Gerüchteküche.

Dabei geriet auch der Supermarkt selbst in Verruf. Nun reagiert das Unternehmen mit einem eindeutigen Plakat.

Immer wieder wird in den sozialen Netzwerken behauptet, dass Asylbewerber klauen dürfen. So wie in einem Post auf der Facebook-Seite "Heidenau-Hört zu" an.

Manfred M. habe gesehen, wie sich "Iraner oder ähnlich?" in der Sportabteilung neu einkleideten und dann den Laden verliesen. Selbstverständlich ohne zu bezahlen.

Beachtet wurde dies vom Personal nicht, denn "die Realmitarbeiter dürfen nichts dagegen tun!!! Order von oben!!!", weiß Thomas K. die Situation zu erklären.

Einige Kommentatoren des Posts sind sich also einig: Asylbewerber dürften offiziell klauen und den entstandenen Schaden zahle der Staat.

Nun hat sich die Supermarktkette zu einer eindeutigen Stellungnahme entschlossen. Auf einem Plakat im Eingangsbereich kann nun jeder lesen, dass die Gerüchte nur heiße Luft sind: Flüchtlinge müssen genauso bezahlen wie alle anderen Kunden auch.

Es würde nicht mehr gestohlen, seitdem das Asylheim eröffnet wurde.

Außerdem gibt es weder Gutscheine für Asylbewerber, noch Einkaufszeiten in den Abendstunden, zu denen keine "Deutschen" mehr den Laden betreten dürfen.

"Wir verurteilen falsche und hetzerische Gerüchte (...) auf´s Schärfste", stellt das Unternehmen klar

Fotos: Thomas Thürpe, Facebook


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