Sportliche Mega-Krise! Real Madrid fällt in LaLiga sogar hinter Alaves zurück!

Madrid - Diese Saison läuft es einfach nicht! Real Madrid hat nach 18 Spieltagen bereits zehn Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze und den FC Barcelona.

Real Madrids Kapitän Sergio Ramos (vorne-links) kann nur hinterherschauen, wie San Sebastians Mittelstürmer Willian José (r.) seinen frühen Treffer zum 1:0 für den Underdog bejubelt.
Real Madrids Kapitän Sergio Ramos (vorne-links) kann nur hinterherschauen, wie San Sebastians Mittelstürmer Willian José (r.) seinen frühen Treffer zum 1:0 für den Underdog bejubelt.  © DPA

Nach einer äußerst unglücklichen 0:2-Heimniederlage gegen Real Sociedad San Sebastian am Sonntagabend sind die "Königlichen" sogar hinter das kleine Team von Deportivo Alavés auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen und wären damit Stand jetzt nicht mal für die Champions League qualifiziert!

Doch was sind die Gründe für Reals schwere sportliche Krise?

Vieles hängt immer noch mit Cristiano Ronaldo zusammen. Offenbar haben die Verantwortlichen den Wert des 33-Jährigen für das Team ein Stück weit unterschätzt. So sind sein unbändiger Ehrgeiz und seine Tor-Geilheit genau die beiden Haupteigenschaften, die Madrid in dieser Saison abgehen. In 18 Spielen in LaLiga traf Real nur 26 Mal! Barcelona erzielte dagegen 50 Treffer! Was für ein riesiger Unterschied!

Denn satt war CR7 nie. Reals aktuelle Mannschaft hingegen schon. Zumindest wirkt es so.

Das ist nach vier Champions-League-Titeln in den letzten fünf Jahren menschlich durchaus verständlich, ändert aber nichts an der sportlich bedenklichen Situation.

In der Liga und teilweise auch in der Champions League fehlt Real die Effektivität vor dem gegnerischen Tor und teilweise auch die Motivation.

Real Madrids Raphael Varane (l.) und Keeper Thibaut Courtois (r.) können die Misserfolgsserie nicht fassen.
Real Madrids Raphael Varane (l.) und Keeper Thibaut Courtois (r.) können die Misserfolgsserie nicht fassen.  © DPA

Anders sind klare Niederlagen gegen den FC Barcelona (1:5), FC Sevilla (0:3), SD Eibar (0:3) oder in der Königsklasse zu Hause gegen ZSKA Moskau (0:3) nicht zu erklären.

Auch wegen dieser Ergebnisse haben die gegnerischen Mannschaften keine Angst mehr vor Toni Kroos & Co und glauben an ihre Siegchance, was für Real beinahe jedes Ligaspiel besonders schwierig macht.

In diesem Jahr spielte Real gegen zwei Kellerkinder und holte gerade mal einen Punkt (2:2 beim FC Villareal), vergab Chancen ohne Ende und trieb die eigenen Fans damit zur Verzweiflung!

Der Trainerwechsel von Julen Lopetegui zu Santiago Solari hat augenscheinlich nichts entscheidendes bewirkt.

Wichtig sind nun Veränderungen in der Mannschaft, die neue, hungrige Leute braucht, die die anderen wieder mitreißen. Top-Talent Brahim Díaz, das Real am Montag für 17 Millionen Euro von Manchester City holte, kann da nur der Anfang sein.

Denn der Zuschauerschwund in Jahr ein nach Ronaldo sollte die Verantwortlichen bedenklich stimmen. Im Schnitt sehen sich nur noch 62.599 Zuschauer die Spiele im 81.044 Zuschauer fassenden Santiago Bernabeu an - so wenige, wie seit der Saison 2002/03 nicht mehr! Nur anhaltender sportlicher Erfolg kann daran wieder etwas ändern.

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