Lehrer-Bock wird bestraft: Realschüler müssen Prüfung nachholen

Schüler der Realschule Heepen hatten 30 Minuten mehr Zeit als die anderen Zehntklässler in NRW. (Symbolbild)
Schüler der Realschule Heepen hatten 30 Minuten mehr Zeit als die anderen Zehntklässler in NRW. (Symbolbild)

Bielefeld - Für 115 Schüler aus Bielefeld heißt es jetzt doch: Nachprüfung ihrer Abschlussprüfung. An der Realschule Heepen ist einem Lehrer ein Zeitfehler unterlaufen, den die Zehntklässler nun teuer bezahlen müssen (TAG24 berichtete).

Als der Schulleiter Klaus Schweter von dem Unglück erfahren hat, hat er umgehend die Bezirksregierung Detmold informiert. Die haben mit Juristen darüber beraten, wie der Schaden möglichst gering gehalten werden kann.

"Da es sich um eine landesweite Vergleichsarbeit handelt, müssen wir aus Gründen der Fairness diesen Irrtum korrigieren", schrieb Schweter in einem Elternbrief, in dem er schon böses ahnte.

Die Bezirksregierung entschloss sich letzten Endes dazu, den zweiten Teil der Deutsch-Prüfung nachzuholen. Der erste Teil wurde nach 30 Minuten fristgerecht abgegeben und somit unter normalen Bedingungen geschrieben.

"Ziel war es, die Belastung für die Schülerinnen und Schüler möglichst gering zu halten und zugleich eine rechtssichere Notengebung zu gewährleisten", teilte Peter Westphal dem Westfalen-Blatt mit, Sprecher der Bezirksregierung.

Der Nachholtermin findet am 30. Mai statt. Damit ist Deutsch die letzte Abschlussprüfung, die die 115 Realschüler vor ihrem Schulende ablegen müssen.

Titelfoto: DPA


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