Falsches Suchbild von Rebecca? Polizei weist Vorwürfe zurück

Berlin - Kaum ein Kriminalfall hat die Öffentlichkeit in Deutschland in den letzten Jahren so bewegt, wie der der vermissten Teenagerin Rebecca Reusch aus Berlin. Seit nun fast vier Monaten fehlt von der 15-Jährigen jede Spur.

Mit Flugblättern wird nach Rebecca gesucht. (Bildmontage)
Mit Flugblättern wird nach Rebecca gesucht. (Bildmontage)

Während die Polizei schon länger von einem Tötungsdelikt ausgeht, gibt die Familie die Hoffnung nicht auf, die Schülerin bald wieder in die Arme schließen zu können.

Am Mittwoch war Rebecca Schwester Vivien (23) bei Markus Lanz zu Gast und sprach über die schwere Situation, die die Familie durchleben muss.

Dabei kam auch die Frage auf, wieso seit Monaten mit einem Bild, dass eher einem Model gleicht, als mit einem normalen Suchbild, welches mehr der Realität entspricht, gesucht wurde.

Warum ausgerechnet mit einem offensichtlich verfremdeten Bild nach der Vermissten gesucht wird, kann sich die 23-Jährige nicht erklären.

"Die Polizei hat dieses Bild ausgewählt und sich dafür entschieden", erklärte Vivien in der Talkshow. "Meine Familie hat der Polizei auch andere Fotos zugespielt, wo Rebecca mehr nach Rebecca aussieht, auch Passbilder von der Schule."

Die Polizei hat inzwischen die Vorwürfe, dass mit dem falschen Bild nach dem Teenager gesucht hätten, zurückgewiesen. Die Familie habe die Bilder ausgewählt und zur Verfügung gestellt, hieß es laut Berliner Morgenpost aus Behördenkreisen.

In der Tat: Als die Polizei drei Tage nach dem Verschwinden von Rebecca öffentlich nach ihr suchte, veröffentlichten die Beamten neben dem bekannten bearbeiteten Foto, noch ein weiteres Bild der Schülerin. Dieses war hingegen unterbelichtet und lag nur in schlechter Auflösung vor.

Derweil ermitteln die Beamten weiter. Inzwischen sind über 2300 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Von Rebecca fehlt aber weiterhin jede Spur.

Zuletzt suchte die Polizei vor allem in Brandenburg.
Zuletzt suchte die Polizei vor allem in Brandenburg.  © DPA

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