Psychologe erklärt: Das macht den Fall Rebecca so besonders!

Berlin - Ihr Fall bewegt das ganze Land! Doch warum genau geht das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin so nah? Medienpsychologe Jo Groebel klärt auf.

Rebecca (15) gilt seit über fünf Wochen als vermisst.
Rebecca (15) gilt seit über fünf Wochen als vermisst.  © DPA

Wer an Rebecca denkt, dem schießt direkt das stark bearbeitete Foto der schönen Schülerin in den Kopf, auf welchem sie mit süßer Hochsteckfrisur verträumt in die Kamera blickt. Kein Wunder!

"Bei diesem Foto dachten alle – mich eingeschossen – eine Influencerin, eine Bekannte oder sogar ein Hollywood-Star ist verschwunden. Also war die Aufmerksamkeit auch viel größer", so Groebel gegenüber Bunte. "Das Bild ist zu einer Ikone geworden, die Medien haben es zu einer Ikone gemacht. Bei diesem Foto bekommt man das Gefühl, man kennt Rebecca besser als die Mädchen in der Nachbarschaft."

Vor allem jedoch biete der Fall jede Menge Raum für Spekulationen. Besonders die Verdächtigung, Festnahme und anschließende Freilassung des Schwagers sorgte für Schlagzeilen und unzählige Theorien - eine schrecklicher und skurriler als die andere. In Groebels Augen "eine komplett diffuse Situation, die Besorgnis, aber auch Spannung auslöst."

Besonders auffällig sei jedoch, dass Rebeccas Familie mit ihrem Schicksal so aktiv an die Öffentlichkeit geht. "Es ist neu, dass Betroffene in den Medien vorkommen. Menschen, die trotz der psychischen Belastung zu Medienakteuren werden", erklärt Groebel.

Wie spannend und mysteriös der Fall Rebecca jedoch erscheinen mag, Jo Groebel richtet sich mit einem wichtigen Appell an die Bevölkerung: "Wir wollen alle diesen Fall lösen. Plötzlich werden alle zu Hobby-Detektiven. Aber wir müssen auf das Funktionieren der Polizei und Behörde vertrauen. Denn all unser Wissen, das wir hineininterpretieren, stammt aus Krimis, aber sonst stehen wir komplett ratlos da."

Bleibt zu hoffen, dass es den Beamten doch noch gelingen wird, das große Rätsel um Rebeccas Verschwinden zu lösen.

Medienpsychologe Jo Groebel erklärt, woher das große Interesse an dem Fall rührt.
Medienpsychologe Jo Groebel erklärt, woher das große Interesse an dem Fall rührt.  © DPA

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