Alle Fakten im Fall Rebecca (15): Fuhr der Schwager mit der Vermissten nach Brandenburg?

Berlin - Die verzweifelte Suche nach Rebecca geht weiter. Die 15-Jährige gilt nun schon seit über zwei Wochen als vermisst. Noch immer gibt es kein Lebenszeichen.

Ein Polizeiauto parkt vor dem Haus von Rebeccas Schwester!
Ein Polizeiauto parkt vor dem Haus von Rebeccas Schwester!

Am Montag wurde der Schwager erneut verhaftet. Da es von der Vermissten nach wie vor kein Lebenszeichen gebe, geht die Kriminalpolizei davon aus, dass Rebecca getötet wurde.

Ihr Schwager sitzt nun in Untersuchungshaft. Bereits vergangenen Donnerstag wurde der 27-Jährige festgenommen, schwieg aber bei der Vernehmung und war nach 24 Stunden wieder auf freiem Fuß. Dennoch soll die Familie von Rebecca weiter zu ihrem Schwiegersohn halten.

Nachdem die "Bild"-Zeitung berichtete, dass Haare der 15-Jährigen und Fasern der verschwundenen Fleece-Decke im Kofferraum des Autos ihre Schwester, welches ihr Schwager am Tag ihres Verschwindens benutzt haben soll, gefunden wurden, sind nun weitere Details bekannt geworden.

Das Auto von Rebeccas Schwester und ihrem Mann wurde nach dpa-Informationen aus Ermittlerkreisen am 18. Februar auf der Autobahn von Berlin ins südöstliche Brandenburg von einem Kennzeichenerfassungssystem der Brandenburger Polizei registriert. Dieses System mit der Bezeichnung KESY wird zur Fahndung und zur Aufklärung von Fahrzeug-Diebstählen eingesetzt.

TAG24 hat die Fakten im Fall Rebecca noch einmal zusammengefasst:

Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca.
Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
  • Die 15-Jährige hat die Nacht zum 18. Februar bei einer älteren Schwester und ihrem Schwager in Berlin-Neukölln verbracht.
  • Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll der Schwager laut eigenen Aussagen in der Nacht von Rebeccas Verschwinden gegen 5.45 Uhr von einer Firmenfeier nach Haus gekommen sein – er soll um 8:30 Uhr nach Rebecca gesehen und sie dann nicht mehr angetroffen haben. Neben Rebecca fehlte auch eine Fleece-Decke.
  • Ihre Schwester verließ bereits um 7 Uhr das Haus - ohne nach Rebecca zu sehen.
  • Ihr Mutter hat versucht sie gegen 7.15 Uhr zu erreichen - da soll das Handy bereits ausgeschaltet gewesen sein.
  • Rebeccas Handy soll sich am Tag ihres Verschwindens zwischen 6 und 8 Uhr früh mit dem WLAN-Router verbunden haben, das Mädchen (oder das Handy) waren zu diesem Zeitpunkt also noch im Haus des Schwagers gewesen.
  • Um 9.50 Uhr hätte sie in ihrer Schule in der Fritz-Erler-Allee zum Unterricht erscheinen müssen. Dort kam sie aber nie an.
  • Ihre Schwester meldet Rebecca als vermisst, startet über die sozialen Medien eine Suchaktion. Wie bei Vermisstenfällen üblich, sucht die Polizei nach drei Tagen mit Fotos ebenfalls nach der Jugendlichen.
Diese Jacke trug die vermisste Rebecca bei ihrem Verschwinden.
Diese Jacke trug die vermisste Rebecca bei ihrem Verschwinden.
  • Über die sozialen Medien organisierte ihre mittlere Schwester eine Suchaktion. Etwa 70 Leute zogen durch den Park Rudower Höhe im Süden des Bezirks Neukölln.
  • Weil die Polizei nicht ausschließt, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen sein könnte, ermittelt eine Mordkommission.
  • Da es nach wie vor keine Lebenszeichen gebe, geht die Polizei davon aus, dass Rebecca getötet wurde.
  • Rebeccas Schwager Florian R. wird festgenommen - wegen widersprüchlichen Aussagen. Die umfangreichen Ermittlungen der Mordkommission hätten "den Verdacht einer Straftat erhärtet." Kriminaltechniker durchsuchten am nächsten Tag das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers am Mauerweg - dort wo sie zuletzt gesehen wurde. Noch am selben Tag wird der 27-Jährige wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern aber an.
  • Am Montag wurde der Schwager erneut festgenommen, sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Anscheinend fand die Polizei Haare der 15-Jährigen Rebecca und Fasern der, mit ihr verschwundenen, Decke im Kofferraum des Autos ihres Schwagers. Zudem soll der Schwager WhatsApp-Nachrichten verschickt haben, obwohl er nach eigenen Angaben zu dem Zeitpunkt schon geschlafen haben soll.

Trotz von inzwischen 348 Hinweisen (Stand Dienstag), fehlt von Rebecca aber weiterhin jede Spur. Die Suche läuft weiter. "Die oberste Priorität ist es, Rebecca zu finden", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Titelfoto: dpa/Polizei berlin

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