"Wann hört das endlich auf?": Bewegender TV-Auftritt von Rebeccas Schwester

Berlin - Seit nun 15 Wochen gilt Rebecca Reusch aus Berlin-Neukölln als vermisst. Die 15-Jährige hatte die Nacht zum 18. Februar bei ihrer älteren Schwester in Britz verbracht, wollte von dort zur Schule, kam aber nie an. Seitdem fehlt von der Schülerin jede Spur.

Rebeccas Schwester Vivien sucht weiter nach der 15-Jährigen.
Rebeccas Schwester Vivien sucht weiter nach der 15-Jährigen.  © Instagram/viiiivaaa_, Polizei Berlin

Die Polizei geht schon länger von einem Tötungsdelikt aus. Der Hauptverdächtige: ihr Schwager!

Der 27-Jährige saß zwischenzeitlich für knapp drei Wochen in Untersuchungshaft, musste aber aus Mangel an Beweisen wieder entlassen werden. Dennoch steht er weiter unter Verdacht.

Die Familie wiederum hält weiterhin zu dem Schwager. Auch Rebeccas Schwester Vivien glaubt nicht daran, dass ihre Schwester nicht mehr lebt. Bei Markus Lanz gibt die 23-Jährige Einblicke in die schwierige Familien-Situation.

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"Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie tot ist. Und jedes Mal zu lesen, dass sie nach einer Leiche suchen, schmerzt ungemein. Und ich weiß nicht, woran das festgemacht wird."

Der Tag von Rebeccas Verschwinden hat alles geändert. An einem normalen Alltag ist für die Familie nicht mehr zu denken. "Es ist wirklich unvorstellbar. Man kann sich das einfach nicht ausmalen. Wir versuchen, uns mehr oder weniger mit dem Alltag abzulenken. Es ist überhaupt keine Antwort zu finden."

Mit Flugblättern wird nach Rebecca gesucht.
Mit Flugblättern wird nach Rebecca gesucht.  © Christoph Soeder/dpa

An den 18. Februar, der Tag als die Familie bemerkte, dass Rebecca nicht nach Hause gekommen ist, kann sich Vivien, die ihre junge Schwester zuletzt etwa drei Tage vor ihrem Verschwinden gesehen hat, noch genau erinnern:

"Meine Mutter hat es gemerkt, eine Stunde etwa, nachdem sie Schulschluss gehabt hat. Sie wusste, dass sie wieder zu meiner Schwester gehen würde, um ihren Schlafsachen zu holen, ist da aber nie erschienen. Meine Schwester dachte auch, dass sie vielleicht noch quatscht oder noch kurz in der Schule geblieben ist. Als meine Mutter dann in der Schule angerufen hat, wurde gesagt, dass sie nie dort erschienen ist."

Weil Rebecca weder zu Hause noch bei ihrer Schwester erschien, rief ihre Mutter am Abend schließlich die Polizei. "Es ist ein Albtraum. Es ist von Anfang an ein Albtraum gewesen. Man denkt sich so: Wann hört das endlich auf?"

Wie bei Vermisstenfällen üblich, begann die Polizei nach drei Tagen mit der öffentlichen Suche. Inzwischen sind über 2300 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Von Rebecca fehlt aber weiterhin jede Spur.

Titelfoto: Instagram/viiiivaaa_, Polizei Berlin

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