Fall Rebecca: Haftbefehl gegen Schwager aufgehoben!

Berlin - Im Fall der vermissten Rebecca ist der Haftbefehl gegen ihren Schwager aufgehoben worden. Vorausgegangen war eine sogenannte Haftbeschwerde seiner Rechtsanwältin gegen die Untersuchungshaft.

Rebecca und ihr Schwager.
Rebecca und ihr Schwager.

Es gebe aufgrund des gegenwärtigen Ermittlungsstandes Zweifel am dringenden Tatverdacht, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Berlin mit.

Der Fall Rebecca berührt derzeit die bundesweite Bevölkerung. Knapp fünf Wochen nach dem mysteriösem Verschwinden der 15-jährigen sucht die Polizei verzweifelt.

Am 04. März wurde Florian R., Schwager von Rebecca, als Verdächtiger in Untersuchungshaft gebracht.

Wie viele vermuten, sollte der 27-jährige für das Verschwinden der Schülerin verantwortlich sein.

Nach drei Wochen kommt der verdächtige Schwager wieder auf freien Fuß, so berichtet es die Berliner Staatsanwaltschaft.

Der Ermittlungsrichter erklärte, dass der Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen Totschlags aufgehoben worden wurde, weil er aufgrund des gegenwärtigen Ermittlungsstands Zweifel am dringenden Tatverdacht hat.

Die Polizei sucht auf einem Brandenburger See nach Rebecca.
Die Polizei sucht auf einem Brandenburger See nach Rebecca.  © DPA

Die Entscheidung des Ermittlungsrichters ist im Hinblick auf die gegenwärtig bestenden Beweislage vertretbar“, verwies Martin Steltner, Pressesprecher der Oberstaatsanwaltschaft.

Steltner führt fort: "Die Ermittlungen, insbesondere die Suche nach Rebecca, dauern mit unverändertem Aufwand und mit unveränderter Intensität an."

Eine Beschwerde gegen die Maßnahme soll zu diesem Zeitpunkt keine Rolle spielen, dennoch sei ein erneuter Haftbefehl gegen Florian R. möglich.

"Er ist weiterhin Beschuldigter des Verfahrens", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln also weiter gegen den 27-Jährigen, weil sie ihn verdächtigen, Rebecca am 18. Februar getötet zu haben.

Die Sprecherin erklärte, es gehe dabei auch immer um die Verhältnismäßigkeit zwischen der Schwere der Tat, der Dauer der Untersuchungshaft und der Beweislage. In diesem Fall habe sich die Beweislage in den vergangenen Wochen nicht geändert.

Das heißt, es kamen trotz der intensiven Ermittlungen der Polizei keine neuen Indizien oder Beweise gegen den Mann dazu. Weil das Einsperren eines Menschen aber einen starken Eingriff in sein Grundrecht bedeute, sei das in diesem Fall angesichts der stagnierenden Ermittlungen "irgendwann nicht mehr vertretbar".

Die Polizei sucht auf einem Brandenburger See nach Rebecca.
Die Polizei sucht auf einem Brandenburger See nach Rebecca.  © DPA

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