Vor Bundesliga-Auftakt gegen Hoffenheim: Wird dieser Umstand der Eintracht zum Verhängnis?

Frankfurt am Main - Am Sonntag (15.30 Uhr) startet Eintracht Frankfurt mit einem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim in die neue Bundesliga-Saison. Doch trotz zufriedenstellender Leistungen in DFB-Pokal und Europa-League-Qualifikation, klafft im Kader-Konstrukt der SGE noch immer eine im schlimmsten Fall verhängnisvolle Lücke.

Die Spieler der Eintracht nach dem Sieg in der 3. Qualifikations-Runde für die Europa League gegen den FC Vaduz.
Die Spieler der Eintracht nach dem Sieg in der 3. Qualifikations-Runde für die Europa League gegen den FC Vaduz.  © DPA/Arne Dedert

Denn nach den Abgängen von Luka Jovic (21/Real Madrid) und Sébastien Haller (25/West Ham United) verbleiben Chef-Coach Adi Hütter (49) mit Dejan Joveljic (20), Goncalo Paciencia (25) und Ante Rebic (25) lediglich drei nominelle Stürmer.

Vor allem bei Letztgenanntem muss bei einem passenden Angebot jederzeit mit einem Abgang gerechnet werden - für eine Saison mit Dreifach-Belastung sicherlich nicht ausreichend.

Zwar kündigte Sportvorstand Fredi Bobic (47) die garantierte Verpflichtung eines weiteren Stürmers an, doch diesen noch für das Spiel gegen die TSG aufbieten zu können, scheint aufgrund der verbleibenden Zeit bis zum Anpfiff unmöglich.

Diesen gravierenden Umstand kreidete Hütter vor dem Hoffenheim-Match direkt an: "Im Sturm sind wir nicht so besetzt, wie ich mir das vorstelle. Vorne brauchen wir noch einen Stürmer, der Tore schießt."

Für Hütters offensivgeprägten Fußball wäre mindestens ein weitere Angreifer essentiell. Zumal man bedenken muss, das mit Joveljic ein Stürmer im Kader ist, der definitiv noch Zeit benötigt, um eine wahre Verstärkung darzustellen.

Auch Paciencia spielte in der Vorsaison hinter Jovic, Haller und Rebic nur die vierte Geige. Ob er einen der beiden Abgänge Eins-zu-Eins ersetzen kann, ist fraglich. Auch wenn sein Trainer über ihn sagte: "Ein Stürmer, der Tore kann, zuzutrauen ist ihm sicher einiges – wenn wir ihn in die richtige Position bringen. Im Strafraum hat er seine Stärke", sagte Hütter.

Ob Sebastian Rode (28) wie gegen den FC Vaduz am Sonntag wieder in der Startelf stehen wird, ließ der Fußballlehrer dagegen offen: "Ob er spielt, lasse ich offen".

Und auch die Euphorie nach fünf gewonnen Pflichtspielen in Europa-League-Qualifikation und DFB-Pokal bremste der Österreicher umgehend: "In der Bundesliga weht ein anderer Wind. Hoffenheim ist ein anderes Kaliber als Tallinn oder Vaduz in der Europa League", so der 49-Jährige.

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0