Rechtsextreme wenden sich immer mehr dem Kampfsport zu

Erfurt - Dutzende Rechtsextreme haben sich nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in Thüringen an einem Szenetreffen über die Bedeutung von Kampfsport beteiligt.

Dem Kampfsport wird in der rechte Szene eine immer größere Rolle zugerechnet.
Dem Kampfsport wird in der rechte Szene eine immer größere Rolle zugerechnet.

Zu dem Treffen seien im Mai etwa 100 Rechte aus dem gesamten Bundesgebiet in Guthmannshausen im Landkreis Sömmerda gekommen, heißt es in der Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grüne-Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling.

Dabei sei Kampfsport in Vorträgen eine "völkisch-mystische Verteidigungsfunktion zugeschrieben" worden, heißt es in der Antwort des Ministeriums.

Nach Einschätzung von Beobachtern der rechten Szene spielt Kampfsport für Rechtsextreme in Deutschland seit etwa drei Jahren eine immer größere Rolle.

Henfling forderte, die verstärkte Hinwendung der rechten Szene zum Kampfsport ernst zu nehmen. Neben den Sicherheitsbehörden müssten auch Sportvereine und ihre Verbände für das Thema sensibilisiert werden.

Anhänger der rechten Szene sollen sich im Landkreis Sömmerda getroffen haben. (Symbolbild)
Anhänger der rechten Szene sollen sich im Landkreis Sömmerda getroffen haben. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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