Rechter Mob in Wurzen will Rache nehmen

Vor diesem, von Afrikanern bewohnten Haus in der Wurzener Altstadt wütete der rechte Mob.
Vor diesem, von Afrikanern bewohnten Haus in der Wurzener Altstadt wütete der rechte Mob.  © fotojump

Wurzen - In Wurzen hat ein rechter Mob ein von Afrikanern bewohntes Haus attackiert.

Es sollte offenbar eine „Revanche“ sein für eine Schlägerei am Pfingstmontag. Damals hatten sich Anwohner der Wenceslaigasse mitternachts über laute Musik der im Haus Nummer 22 wohnenden Asylbewerber beschwert.

Vier Eritreer und ein Mosambikaner attackierten daraufhin zwei Anwohner mit Holzstühlen und verletzten sie. Laut Polizei sollen die Afrikaner dabei gerufen haben, dass die Wenceslaigasse „ihre Straße“ sei.

Wie die Behörden erst am Montag informierten, kam es Freitagnacht erneut zu einer brisanten Lage. Offenbar über soziale Netzwerke organisiert, trafen sich rund 60 Rechtsextreme und „besorgte Bürger“ vor dem Haus der Afrikaner und skandierten Parolen wie „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und verhinderte einen Übergriff des aggressiven Mobs auf die Flüchtlingsunterkunft. Zwei Randalierer wurden festgenommen, gegen vier wird ermittelt.

Titelfoto: fotojump/dpa


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