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Rechtsextreme Bürgerwehren? NPD mobilisiert mit Bahnhof-Attacke in Frankfurt

NPD nutzt ICE-Attacke im Hauptbahnhof Frankfurt für "Schutzzonen"-Projekt

Die NPD in Hessen benutzt die tödliche Attacke am Hauptbahnhof Frankfurt, um für ihr sogenanntes Schutzzonen-Projekt zu werben.

Von Florian Gürtler

Frankfurt am Main - Die tödliche Attacke, bei der Ende Juli ein achtjähriger Junge im Hauptbahnhof Frankfurt auf die Gleise vor einen einfahrenden ICE gestoßen wurde, scheint in rechten und rechtsextremen Kreisen äußerst beliebt zur Mobilisierung von Anhängern zu sein.

Die NPD ist eine bundesweit vertretene rechtsextreme Kleinpartei (Archivbild).
Die NPD ist eine bundesweit vertretene rechtsextreme Kleinpartei (Archivbild).

Ein 40 Jahre alter Mann aus Eritrea ist dringend tatverdächtig, den Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof getötet zu haben (TAG24 berichtete).

Es gibt Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Täter unter schweren psychischen Problemen leidet (TAG24 berichtete).

Schon kurz nach der schrecklichen Tat in Frankfurt zeigte sich, dass Akteure aus dem rechten politischen Spektrum die Attacke zu instrumentalisieren versuchten.

Auch die in Hessen vertretene rechtsextreme Kleinpartei NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) versucht, den Tod des Jungen in Frankfurt für ihre Zwecke zu benutzen.

Eine kleine Gruppe von Anhängern der Partei versammelte sich am 4. August zu einer Mahnwache vor dem Frankfurter Hauptbahnhof. Sie hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Migration tötet!" empor, wie aus einem Facebook-Eintrag zu entnehmen ist.

"Schutzzonen"-Pa­t­rouil­len der NPD in roten Westen

Dieser Facebook-Screenshot zeigt den Schutzzonen-Aufruf des hessischen Landesverbandes der NPD vom Dienstag.
Dieser Facebook-Screenshot zeigt den Schutzzonen-Aufruf des hessischen Landesverbandes der NPD vom Dienstag.

Schon der Slogan zeigt, dass es der Partei weniger um den tragischen Tot des Jungen geht, als vielmehr darum, die Tat zur allgemeinen Anfeindung von Migration und Migranten zu nutzen.

Ein Facebook-Post des hessischen Landesverbandes der NPD vom Dienstag zeigt abermals, wie die Rechtsextremisten den Tod des Achtjährigen zur Mobilisierung ihrer Anhänger einsetzen.

In der in diesem Artikel auch als Screenshot eingebundenen Grafik wirbt die NPD für ihr sogenanntes "Schutzzonen"-Projekt. Unter diesem Slogan gehen schon seit längerer Zeit bundesweit Anhänger der rechtsextremen Partei als selbsternannte Ordnungshüter auf die Straße.

Als Erkennungszeichen tragen die NPD-Anhänger dabei rote Westen mit einem auffallendem S-Emblem.

In dem Text zu der Grafik wird darauf hingewiesen, dass die Attacke in Frankfurt nicht von einer Kamera aufgezeichnet wurde, da die hierfür zuständige Überwachungskamera offenbar defekt war (TAG24 berichtete).

Die NPD folgert daraus: "Wo der #Staat und die Privatunternehmen versagen, müssen wir uns heute selber schützen", und ruft dazu auf, an ihrem "Schutzzonen"-Projekt teilzunehmen.

Diffamierung von Flüchtlingen und Angst-Erzeugung

Dieser Twitter-Screenshot zeigt einen Post vom 12. August 2019.
Dieser Twitter-Screenshot zeigt einen Post vom 12. August 2019.

Allerdings darf kein falscher Eindruck entstehen. Was nach rechtsextremen Bürgerwehren klingt, wird nach einem Bericht von Hessenschau.de von der Polizei eher als eine Maßnahme zur Inszenierung von Fotos für soziale Medien wie Facebook und Twitter eingeschätzt.

Dennoch ist der Aufruf der Partei unmissverständlich: Privatpersonen sollen sich uniformieren und selbst dazu ermächtigen, als Ordnungshüter in Erscheinung zu treten.

Gleichzeitig zeigt der Facebook-Post, wie die Rechtsextremisten darum bemüht sind, ein generelles Gefühl von Bedrohung und Angst zu erzeugen. In diese Richtung zielen zum Beispiel auch Aufkleber, welche ein NPD-Verband aus Bochum auf Twitter bewirbt.

Als Grafik wird auf den Stickern gezeigt, wie ein stilisierter Mensch einen anderen Menschen mittels Fußtritt auf die Gleise vor einen Zug stößt. Darüber prangt der Schriftzug "Vorsicht", darunter steht "schubsende Migranten!".

Auch in diesem Fall wird offensichtlich die Attacke im Hauptbahnhof Frankfurt dazu benutzt, um ganz allgemein Angst vor und damit Stimmung gegen Migranten zu schüren.

Der Zweck in den gezeigten Maßnahmen ist klar: Es geht der NPD darum, bei den Betrachtern Angst und zugleich fremdenfeindliche Emotionen zu wecken.

Das Foto zeigt den Tatort – das Gleis 7 im Frankfurter Hauptbahnhof – einen Tag nach der tödlichen Attacke.
Das Foto zeigt den Tatort – das Gleis 7 im Frankfurter Hauptbahnhof – einen Tag nach der tödlichen Attacke.

Fotos: Florian Schuh/dpa, Screenshot/Facebook/NPD-Landesverband Hessen, Frank Rumpenhorst/dpa, Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Florian Schuh

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