Rechtsextremer Vorfall überschattet Karneval in Cottbus

Es wurde entspannt und friedlich gefeiert, nur vier Personen tanzten aus der Reihe. (Bildmontage)
Es wurde entspannt und friedlich gefeiert, nur vier Personen tanzten aus der Reihe. (Bildmontage)  © Screenshot/Twitter, DPA (Bildmontage)

Cottbus - Nach den zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen wollte Cottbus mit dem "Zug der fröhlichen Leute" weg von den negativen Schlagzeilen der vergangenen Wochen. Doch Ostdeutschlands größter Karnevalsumzug wird von einem rechtsextremen Vorfall überschattet.

Die Männer im Alter von 19- bis 33 Jahren mischten sich in Zweiergruppen mit Esel- und Schafmasken unter die Besucher des Umzugs am Straßenrand und trugen Plakate mit sich.

Der Inhalt habe die Grenze von politischer Satire überschritten. Die Plakate seien eingesammelt worden. Die Männer stammen den Angaben zufolge nicht aus Cottbus direkt, sondern aus der umliegenden Region. Die Polizei sprach von Rechtsextremisten.

Die Polizei erteilte den Männern am Sonntag aus Gründen der Gefahrenabwehr Platzverweise, wie eine Sprecherin mitteilte.

Ronny Zasowk, stellvertretender Vorsitzender der NPD Deutschland, veröffentlichte über Twitter ein solches Plakat mit der Aufschrift "Ich dummer Esel glaube, dass Zuwanderer eine Bereicherung sind" und kommentierte dies mit "Heimatland in Narrenhand!"

Im Ganzen sei man jedoch zufrieden und die Veranstaltung verlief weitestgehend entspannt.

Titelfoto: Screenshot/Twitter, DPA (Bildmontage)


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