Weil Rechte gegen sie protestieren wollen: Nazi-Kritikerin erhält Unterstützung

Bautzen - Rechtsaußen ruft zu einer Demonstration gegen eine einzelne Person auf, die Grünen-Kandidatin Annalena Schmidt (32). Das sorgt für Entrüstung weit über die Grenzen Bautzens und Sachsens hinaus.

Neonazis machen gegen Stadtratskandidatin Annalena Schmidt (32) mobil.
Neonazis machen gegen Stadtratskandidatin Annalena Schmidt (32) mobil.  © Holm Helis

Kaum hatte Schmidt den Hassaufruf gegen sich über Twitter öffentlich gemacht, rief Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) an, erkundigte sich nach der Lage in der Spreestadt.

Auch sein Amtskollege aus Thüringen, Bodo Ramelow (63, Linke), meldete sich zu Wort: "Liebe Annalena Schmidt, ich danke Ihnen für Ihre Gradlinigkeit und dass Sie sich nicht einschüchtern lassen!", so der Politiker.

"Wo kommen wir da hin, wenn das Wahlrecht bzw. allgemeine Bürgerrechte von lauten Schreihälsen genehmigt, gestattet oder gewährt werden?"

Auch aus dem Bundestag kamen Solidaritätsbekundungen: "Es schockiert mich", so die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt (52). "Und es geht gegen Annalena und gegen uns alle. Danke für Deinen Mut!"

Die Betroffene ist gerührt: "Ich finde das sehr beachtlich", sagt Schmidt. "Vielen Dank an alle dafür!"

Auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckard (52) ist erschüttert über die Ankündigung.
Auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckard (52) ist erschüttert über die Ankündigung.  © dpa/Henning Kaiser
Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) klingelte in Bautzen durch, um sich nach der Lage zu erkundigen.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) klingelte in Bautzen durch, um sich nach der Lage zu erkundigen.  © Ove Landgraf

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