Auto rast in Bushaltestelle: Eine Tote, acht Verletzte

Recklinghausen/Nrw – Ein Autofahrer ist in Recklinghausen in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle gerast und hat neun Personen verletzt.

Polizisten und Feuerwehrleute stehenden neben dem beschädigten Auto an einer Bushaltestelle.
Polizisten und Feuerwehrleute stehenden neben dem beschädigten Auto an einer Bushaltestelle.

Sechs von ihnen kamen am Donnerstag in Krankenhäuser. Auch der Autofahrer erlitt Verletzungen.

Nach Informationen der Polizei war der Mann auf einer Straße in Richtung Innenstadt unterwegs, als er von seiner Fahrbahn abkam und auf die Gegenseite geriet. Dort fuhr er in die an einem Bushäuschen wartende Menge.

Über die Ursache war zunächst nichts bekannt. "Wir ermitteln die Hintergründe und können noch nichts ausschließen", sagte eine Polizeisprecherin.

Update, 18.08 Uhr

Der Unfall ereignete sich um kurz vor 15 Uhr auf der Hertener Straße im Westviertel. Als die Rettungskräfte eintrafen, hatten sich bereits mehrere Ersthelfer um die Unfallopfer gekümmert. Aufgrund der ersten Eindrücke wurde eine Vielzahl an Rettungskräften alarmiert.

Laut Feuerwehr wurden neun Personen verletzt, davon eine lebensgefährlich. Sechs Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Update, 18.22 Uhr: Polizei bestätigt Todesopfer

Leider wurde eine Person bei dem Unfall tödlich verletzt. Dies gab die Polizei Recklinghausen am Abend per Twitter bekannt. Die Unfallstelle war um 17.45 Uhr noch gesperrt, die Arbeiten zur Ursachenermittlung laufen "Intensiv".

Update, 19.37 Uhr: War es ein Suizidversuch?

Die Ursache für den Unfall ist noch immer unklar. Erste Hinweise deuteten laut der Sprecherin auf einen Suizidversuch des Fahrers hin. "Dem gehen wir nach", sagte sie. Weitere Unfallursachen seien allerdings nicht auszuschließen. Zum Alter des Fahrers machte sie ebenso wie zum Alter und Geschlecht des Todesopfers und der Verletzten keine Angaben.

Update, 20.18 Uhr

Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine 88-jährige Frau. Neben dem schwer verletzten Unfallfahrer (32) wurden sechs Personen im Alter von 17 bis 67 Jahren zum Teil schwer verletzt.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.