Regenbogengemeinden: Segnung von Homosexuellen in der Kirche

Stuttgart - Zwei Wochen vor der ersten möglichen Segnung eines homosexuellen Paares in der Evangelischen Kirche Württembergs interessieren sich noch nicht so viele Gemeinden für den Kompromiss wie dies nach dem neuen Gesetz möglich wäre.

Ein homosexuelles Paar geht Hand in Hand. (Symbolbild)
Ein homosexuelles Paar geht Hand in Hand. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Bockwoldt

Von den derzeit 1300 Gemeinden in Württemberg gebe es bislang rund 160 sogenannte Regenbogengemeinden - sie haben bereits signalisiert, offen für die Segnungsgottesdienste zu sein, teilte die Kirchenverwaltung auf Anfrage mit.

Sollten sich mehr als 325 Gemeinden dafür aussprechen, wäre eine landeskirchenweite Regelung nötig. Dann müsste sich die Synode erneut beraten - und mit Zweidrittel-Mehrheit beschließen.

Die Landessynode als Kirchenparlament hatte im vergangenen März beschlossen, dass ein Viertel der Kirchengemeinden ihre örtliche Gottesdienstordnung ändern dürfen.

Das Gesetz schließt auch Menschen des dritten Geschlechts ein, die also weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht angehören.

2017 war der Vorstoß zunächst gescheitert, öffentliche Segnungen landeskirchenweit als Amtshandlung einzuführen. Viele Landeskirchen erlauben auch Trauungen Homosexueller - zum Beispiel in Baden.

Viele Landeskirchen erlauben auch Trauung Homosexueller. (Symbolbild)
Viele Landeskirchen erlauben auch Trauung Homosexueller. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0