Mann quält Frau zu Tode und schickt davon Live-Fotos an ihren Liebhaber

Carsten A. geht am 16. Oktober in den Gerichtssaal (Archivbild).
Carsten A. geht am 16. Oktober in den Gerichtssaal (Archivbild).  © Armin Weigel/dpa

Regensburg - 14 Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 43 Jahre alten Frau aus Regensburg ist ihr Lebensgefährte Carsten A. wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht ordnete am Montag zudem an, dass der 42-Jährige einen Alkoholentzug machen muss.

Nach Überzeugung der Kammer hatte der Mann seine Partnerin im Oktober 2016 aus Eifersucht mehr als fünf Stunden lang mit Füßen und Fäusten traktiert (TAG24 berichtete).

Schließlich rief er selbst den Notarzt, der der Frau jedoch nicht mehr helfen konnte. Das Urteil nahm der Angeklagte Carsten A. völlig regungslos zur Kenntnis.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer zuvor eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert.

Carsten A. nahm das Gerichtsurteil regungslos auf. (Archivbild)
Carsten A. nahm das Gerichtsurteil regungslos auf. (Archivbild)  © Armin Weigel/dpa

Der Verteidiger hatte sich für sieben Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge ausgesprochen.

Die Frau, die nach Ansicht der Kammer ein Verhältnis mit einem 19-Jährigen hatte, musste ein Martyrium über sich ergehen lassen: Zwei als Zeugen geladene Polizisten hatten ausgesagt, eine Blutspur habe vom Keller ins Erdgeschoss geführt.

Noch während der Tat hatte der 42-Jährige Casrsten A. seinem Nebenbuhler Fotos des verprügelten Opfers aufs Handy geschickt.

Der 19-Jährige ignorierte die Nachrichten jedoch - wofür er inzwischen wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.


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