Prostituierte erwürgt: Gericht greift hart durch

Regensburg - Eine Frau ist tot. War es Mord aus Habgier oder schwerer Raub mit Todesfolge? Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Prostituierten in Regensburg soll am Freitag ab 9.00 Uhr das Urteil gesprochen werden.

Der Angeklagte schilderte vor Gericht seine Version des Tatgeschehens.
Der Angeklagte schilderte vor Gericht seine Version des Tatgeschehens.  © DPA

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord sowie Raub mit Todesfolge vor. Er soll sein 33-jähriges Opfer Ende August vergangenen Jahres aus Habgier erwürgt haben.

Während die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes forderte, plädierte die Verteidigung auf eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten wegen schweren Raubes.

Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen Asylbewerber aus Mali. Über seinen Anwalt hatte der heute 22-Jährige mitteilen lassen, die Frau niedergeschlagen zu haben, um sie zu bestehlen.

Als sie schrie, habe er sie gewürgt.

Nach dem Übergriff sei er jedoch davon ausgegangen, die Frau sei lediglich bewusstlos.

Der junge Mann war fünf Tage nach der Tat festgenommen worden. Die Ermittler entdeckten bei ihm ein Handy, das er der Prostituierten gestohlen haben soll.

Update 12.05 Uhr: Der 22-Jährige wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Überzeugung der Richter am Landgericht der Stadt hat er sein 33 Jahre altes Opfer vor rund einem Jahr aus Habgier erwürgt. Diese stimmten somit der Anklage zu.

Reglos und mit gesenktem Kopf folgte der Asylbewerber aus Mali am Freitag der Urteilsverkündung.

Die Anklage fordert eine Verurteil des Mannes wegen Mordes.
Die Anklage fordert eine Verurteil des Mannes wegen Mordes.  © DPA

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