So reagiert Regine Töberich auf den neuen Bebauungsplan

Investorin Regine Töberich (50) lehnt den Bebauungsplan der Stadt ab.
Investorin Regine Töberich (50) lehnt den Bebauungsplan der Stadt ab.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Der neue Entwurf für den Bebauungsplan rund um das geplante „Marina Garden“-Projekt kommt bei Grundstücksbesitzerin Regine Töberich (50) gar nicht gut an.

Die Präsentation bei der städtischen Bürgerversammlung ersparte sich die potenzielle Bauherrin.

„Der vorgestellte Entwurf ist aus privatrechtlichen, baurechtlichen und technischen Gründen nicht umsetzbar und wird deswegen niemals beschlossen werden“, meinte Töberich zu MOPO24.

An dem Werkstattverfahren für den Plan hatte sie sich ohnehin nicht beteiligt. Ihr Problem: „Das Grundstück ist dadurch, dass nur noch etwa 20 Prozent der Fläche mit Wohnen bebaut werden darf, nicht mehr wirtschaftlich bebaubar. Der Gewinn aus dieser minimalen Wohnbebauung deckt nicht einmal den Kaufpreis für das Grundstück.“

So könnten die Gebäude und Umrisse laut Stadt im neuen Bebauungsplan errichtet werden.
So könnten die Gebäude und Umrisse laut Stadt im neuen Bebauungsplan errichtet werden.

Sie wollte wesentlich näher an der Elbe bauen, als es der jetzt geplante Entwurf zulassen wird. Nach dem Hochwasser 2013 beschloss eine Mehrheit unter Rot-Rot-Grün (RRG) im Mai 2015 eine Veränderungssperre, die das alte Vorhaben stoppte.

Frau Töberich ist weiterhin davon überzeugt, dass RRG ihr gehobenes Wohnprojekt „Marina Garden“ aus politischen Gründen stoppen wollte.

„Das Problem liegt jetzt auf dem Tisch und wird vor Gericht und nur dort geklärt werden“, so die Investorin. Der Schadenersatz-Prozess gegen die Stadt startet Ende März.

Die anderen drei Grundstückseigentümer des Projektes stimmten übrigens für die aktuelle Planung.

Fotos: Thomas Türpe, Stadt Dresden/ Barcode architects


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