14- und 15-Jährige sollen Gleichaltrige terrorisiert haben, jetzt sitzen sie in U-Haft

Von Mirjam Uhrich

Ludwigsburg - Drohungen, Raub und Gewalt: Über Monate hinweg sollen rund 20 Jugendliche im Raum Ludwigsburg Gleichaltrige in Baden-Württemberg terrorisiert haben.

120 Beamte rückten aus, um die 13 Wohnungen der rund 20 Randale-Kinder zu durchsuchen. 15 wurden kurzzeitig festgenommen, einige davon bleiben in U-Haft. (Symbolbild)
120 Beamte rückten aus, um die 13 Wohnungen der rund 20 Randale-Kinder zu durchsuchen. 15 wurden kurzzeitig festgenommen, einige davon bleiben in U-Haft. (Symbolbild)  © dpa/Henning Kaiser

"Wir sehen nicht tatenlos zu, wie eine solche Gruppierung innerstädtische Bereiche zu Angsträumen macht und andere Jugendliche einschüchtert, bedroht, verletzt und beraubt", erklärte der Ludwigsburger Polizeipräsident Burkhard Metzger am Donnerstag.

Die Polizei nahm 15 Jugendliche kurzzeitig fest, davon sitzen fünf nun in Untersuchungshaft.

Seit Februar fällt die Gruppe den Angaben nach immer wieder durch Gewalt auf. Dabei sollen die Jugendlichen auch Messer und Schlagwaffen genutzt haben.

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So wie Mitte April in der Innenstadt von Ludwigsburg: Zwei Gruppen hätten sich zu einer Schlägerei verabredet. "Dabei wurde einem Beteiligten ein Messer durch die Oberkleidung in den Rücken gestochen", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Polizei gründete eine eigene Ermittlungsgruppe, die inzwischen mehr als 50 Verfahren führt.

Am Donnerstagmorgen rückten 120 Beamtinnen und Beamte aus, um 13 Wohnungen in Ludwigsburg, Markgröningen, Bietigheim-Bissingen und Remseck am Neckar zu durchsuchen.

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Dabei fanden sie unter anderem Messer, Baseballschläger, Teleskopschlagstöcke, Quarzsandhandschuhe, Tierabwehrspray und Handys.

Zehn Verdächtige kamen wieder auf freien Fuß.

Fünf Jugendliche (14 und 15 Jahre alt) bleiben vorerst wegen des Verdachts auf schweren Raub und gefährliche Körperverletzung hinter Gittern.

Titelfoto: dpa/Henning Kaiser

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