40.000 Einsätze für die Luftretter: So helfen sie auch in der Corona-Pandemie

Filderstadt - Die Einsätze der DRF-Luftrettung sind trotz der Corona-Pandemie auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr geblieben.

Ein Notfallsanitäter schiebt im Hangar des Intensivhubschraubers Christoph 111 der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG eine Trage.
Ein Notfallsanitäter schiebt im Hangar des Intensivhubschraubers Christoph 111 der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG eine Trage.  © Marijan Murat/dpa

Im Jahr 2020 seien die Helfer zu knapp 40 000 Einsätzen ausgerückt, wie aus dem Bericht der Luftrettung hervorgeht.

"Wir sind stolz darauf, dass wir auch unter diesen sehr schwierigen Bedingungen umfassend für die Menschen da sein konnten", teilte der Vorstandsvorsitzende Krystian Pracz am Mittwoch mit.

Die DRF-Luftrettung mit Sitz in Filderstadt gehört mit 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Lichtenstein zu den größten Luftrettungsorganisationen Europas.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen gehörten weiter Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Unfälle.

Im April 2020 sei die Hilfsorganisation während des ersten Lockwdowns jedoch nur etwa halb so oft zu Autounfällen gerufen worden wie in den Vorjahren. Rettungseinsätze nach Radunfällen nahmen hingegen um 75 Prozent zu.

Transport von Corona-Patienten aus Frankreich

Mitarbeiter der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) heben anlässlich eines Pressetermins die Isolationstrage "Epi-Shuttle" in einen Rettungshubschrauber. Die eingekapselte Isolationstrage ermöglicht den Transport ansteckender Patienten zur weiteren Behandlung, ohne dass sich Sanitäter einem Infektionsrisiko aussetzen.
Mitarbeiter der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) heben anlässlich eines Pressetermins die Isolationstrage "Epi-Shuttle" in einen Rettungshubschrauber. Die eingekapselte Isolationstrage ermöglicht den Transport ansteckender Patienten zur weiteren Behandlung, ohne dass sich Sanitäter einem Infektionsrisiko aussetzen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Im Frühjahr 2020, als das französische Gesundheitssystem überlastet war, übernahm die DRF-Luftrettung den Transport französischer Corona-Patienten nach Deutschland.

Dafür wurde sie zusammen mit der Luxemburg Air Rescue im Dezember 2020 mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet.

Um trotz Corona einsatzbereit zu bleiben, hatte die Luftrettung elf Isoliertragen, sogenannte Epi-Shuttles angeschafft, mit denen Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten wie in einer Isolierstation transportiert werden können.

So könne die Crew geschützt und Zeit gespart werden, weil die aufwendige Desinfektion des Hubschraubers entfalle.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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