Jeder Siebte gefährdet: Armutsrisiko im Südwesten steigt

Stuttgart - Das Armutsrisiko für Menschen in Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Als arm gilt, wer über weniger als 60 Prozent des Netto-Durchschnittseinkommens aller Baden-Württemberger verfügt. (Symbolbild)
Als arm gilt, wer über weniger als 60 Prozent des Netto-Durchschnittseinkommens aller Baden-Württemberger verfügt. (Symbolbild)  © picture alliance / Karl-Josef

Galten 2011 noch 14,5 Prozent als armutsgefährdet, waren es 2019 bereits 15,6 Prozent, wie aus einer Mitteilung des Statistischen Landesamts vom Mittwoch hervorgeht. Das ist mehr als jeder siebte Einwohner im Land. 

Mit der Zunahme der Armutsgefährdung seit 2011 um gut einen Prozentpunkt lag Baden-Württemberg ungefähr im Bundestrend, erklärte die Behörde vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober.

 Im Jahr 2018 habe der Wert im Südwesten bei 15,2 Prozent gelegen.

Als arm gelten Menschen, wenn sie über weniger als 60 Prozent des Netto-Durchschnittseinkommens aller Baden-Württemberger verfügen. 

Laut Angaben der Statistikbehörde lag diese Schwelle im Jahr 2019 für einen Einpersonenhaushalt bei 1167 Euro. Das ist bundesweit der höchste Wert. Für einen typischen Familienhaushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren lag sie bei 2451 Euro.

Besonders gefährdet sind Arbeitslose, fast die Hälfte dieser Gruppe (49,2 Prozent) ist laut der Statistik von Armut bedroht. Auch bei Alleinerziehenden liegt der Wert (42,5) weit über dem Durchschnitt. In der Gesamtbevölkerung sind Frauen (16,6) häufiger betroffen als Männer (14,5).

Titelfoto: picture alliance / Karl-Josef

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