Baden-Württemberg prüft Impfrallye an Schulen: Lucha schließt Jüngere aber aus

Stuttgart - Angesichts der weiter rasant steigenden Ansteckungszahlen auch bei Kindern und Jugendlichen wird in Baden-Württemberg eine landesweite größere Impfaktion an den Schulen geprüft.

Manne Lucha (60) will die Schüler mit Impfangeboten an Schulen erreichen.
Manne Lucha (60) will die Schüler mit Impfangeboten an Schulen erreichen.  © Marijan Murat/dpa

Kultus- und Gesundheitsministerium schauten derzeit, "was möglich und was sinnvoll und was umsetzbar ist", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Er schränkte aber ein: "Man muss immer zwischen einer Idee und ihrer Umsetzbarkeit unterscheiden."

Zuvor hatte die Grünen-Fraktion die landesweite Impfrallye vorgeschlagen. Die letzten Schultage vor den Feiertagen sollten für entsprechende Impfangebote genutzt werden, um sicher in die Ferien zu starten, sagten Fraktionschef Andreas Schwarz und der Bildungssprecher, Thomas Poreski.

"Wir sind überzeugt: Die Zeit vor den Weihnachtsferien bietet eine Chance, um Kinder und Jugendliche zu impfen und ihren Gesundheitsschutz über die Ferien zu erhöhen", fügte Schwarz am Dienstag hinzu.

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"Die Schulen sind der zentrale Ort, an dem wir Schülerinnen und Schüler mit einem Impfangebot erreichen können."

Ältere Schüler könnten noch vor Weihnachten geimpft werden

Der Grünen-Fraktion schwebt eine Aktion vom 20. bis 23. Dezember vor. Für die ebenfalls anvisierte Gruppe der 5- bis 11-Jährigen erteilte Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) allerdings noch eine Absage.

Es könne zunächst nur um die älteren Schüler an den weiterführenden Schulen gehen. Bei den unter Zwölfjährigen müssten ausführliche Aufklärungsgespräche mit den Eltern geführt werden, außerdem werde Impfstoff für die Jüngeren frühestens am 20. Dezember geliefert.

Lucha verwies darauf, dass Schulen bereits jetzt mobile Impfteams für spezielle Impftage anfordern könnten. Nun werde beraten, ob diese Angebote für ältere Schülerinnen und Schüler gebündelt werden könnten oder ob es sogenannte Impfrallyes an Modellschulen geben könnte.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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