Durchwachsener Sommer 2020: Was bedeutet das für die Zahl der Bade-Toten?

Stuttgart - Wie wirkt sich der durchwachsene Sommer 2020 auf die Zahl der Badetoten aus?

Geht auch 2020 die Zahl der Badetoten zurück? (Symbolbild)
Geht auch 2020 die Zahl der Badetoten zurück? (Symbolbild)  © Philipp von Ditfurth/dpa

Darüber will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag (11 Uhr) in Stuttgart bei ihrer Sommerzwischenbilanz informieren.

In Baden-Württemberg ging die Zahl der Ertrunkenen 2019 deutlich zurück: Der Statistik zufolge starben 37 Menschen - im Jahr 2018 waren es noch 62.

Der Rückgang war in ganz Deutschland zu verzeichnen: Mindestens 417 Personen kamen 2019 bei Badeunfällen ums Leben. Das waren rund 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Flüsse, Seen und Kanäle sind seit Jahren die größten Gefahrenquellen, weil nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen von Rettungsschwimmern überwacht werden. 

Auch durch Alkohol und Selbstüberschätzung gefährden sich Schwimmer immer wieder selbst.

Die DLRG ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Wasserrettungsorganisation. Eine ihrer Kernaufgaben ist die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung. 

Update: 16.10 Uhr

Zahl der Todesfälle leicht gestiegen

Entgegen dem Bundestrend ist in Baden-Württemberg die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken in den ersten sieben Monaten leicht angestiegen. Es starben mindestens 23 Menschen beim Baden, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. 

Das sind zwei mehr als im Vorjahreszeitraum. "Jetzt, wenn nicht alle Freibäder offen sind, oder der Badesee gesperrt ist, kommen die Leute auf die Idee, an Fließgewässer oder wilde Badestellen zu gehen", sagte Armin Flor vom Landesverband Württemberg.

Bundesweit hingegen sind die Zahlen rückläufig. In Deutschland kamen mindestens 192 Menschen beim Baden ums Leben. Das sind 63 weniger als im Vorjahreszeitraum. "Der Frühling und die ersten Sommermonate in diesem Jahr waren bislang doch eher verhalten und das spiegelt sich in den erfassten Zahlen wieder." 

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es mit 35 Personen in Bayern - 32 weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordrhein-Westfalen gab es 26 Opfer zu beklagen, 15 weniger als im Vergleichzeitraum und in Niedersachsen 24, vier weniger.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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