Bei Tesla und Intel leer ausgegangen: So will das Ländle Firmen anlocken

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) hat die Ansiedlung von Unternehmen im Südwesten zur "Chefsache" erklärt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne).  © Bernd Weissbrod/dpa

Firmenansiedlungen würden in den betroffenen Ministerien mit höchster Priorität bearbeitet.

Das treffe auch auf das Staatsministerium zu, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart, wo er mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (49, CDU) Eckpunkte für eine Ansiedlungsstrategie vorstellte.

"Die Frage der Ansiedlung von innovativen Unternehmen ist für das Land Baden-Württemberg von außerordentlicher Bedeutung", sagte Kretschmann.

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Jüngste Beispiele wie die Ansiedlung des Elektroautobauers Tesla in Brandenburg oder des Batteriezellen-Herstellers Northvolt in Schleswig-Holstein hätten gezeigt, "dass sich innovative Zukunftstechnologien nicht automatisch bei uns ansiedeln".

Das Land müsse deshalb seine Anstrengungen erhöhen, um den Wirtschaftsstandort zukunftssicher zu machen.

"Wir setzen deshalb auf eine proaktive Ansiedlungsstrategie, mit der wir unsere Position im nationalen und internationalen Standortwettbewerb stärken werden", sagte Kretschmann. Ein wichtiger Punkt sei, mit welchem Tempo das Land interessierten Unternehmen ein attraktives Paket schnüren könne. "Wir verfolgen deshalb die Strategie, dass wir innerhalb von 48 Stunden solche Auskünfte geben können", sagte Kretschmann.

Zu den Eckpunkten zählt laut einer Mitteilung auch, dass die Landesagentur Baden-Württemberg International zu einer zentralen Standortförderungsagentur ausgebaut werden soll.

Ein Netzwerk relevanter Akteure aus Kommunen, Kammern, Verbänden und Landesagenturen soll die Strategie fortlaufend optimieren. Zudem soll das internationale Standortmarketing ausgebaut werden. Ab dem vierten Quartal dieses Jahres soll dann eine digitale Datenbank einen schnellen Überblick über die verfügbaren Flächen ermöglichen.

Aktualisiert: 14.52 Uhr

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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