Baden-Württemberg bekommt siebtes Unesco-Welterbe!

Baden-Baden - Bei einer Live-Übertragung wollen Vertreter der Landesregierung und der Stadt Baden-Baden am Samstag verfolgen, ob die Kurstadt den Zuschlag als siebtes Unesco-Welterbe im Südwesten erhält.

Blick auf die Innenstadt von Baden-Baden. (Archiv)
Blick auf die Innenstadt von Baden-Baden. (Archiv)  © Uli Deck/dpa

Mit zehn anderen europäischen Städten hat sich Baden-Baden unter dem Motto "Great Spas of Europe" - bedeutendste Kurstädte Europas - beworben.

Zum Public Viewing samt Rahmenprogramm werden im Kurpark (ab ca. 12.30 Uhr) unter anderem die Ministerin für Landesentwicklung, Nicole Razavi (56), und Oberbürgermeisterin Margret Mergen (59, beide CDU) erwartet.

Bei schlechtem Wetter wird die Welterbekomitee-Sitzung im Wandelgang der Trinkhalle übertragen.

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Unter "Great Spas of Europe" werden nach Angaben der Stadt Kurstädte verstanden, die vom späten 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert internationale Bedeutung erlangten.

Der Städtebau sei ausgerichtet auf medizinische, therapeutische und gesellschaftliche Funktionen.

Natürliche Thermalwasser seien Grundlage einer "Epochen übergreifenden Tradition der europäischen Badekultur". Zu den elf Kurstädten, die Teil der Bewerbung sind, zählen aus Deutschland auch Bad Ems (Rheinland-Pfalz) und Bad Kissingen (Bayern).

Diese sechs Welterben gibt's im Ländle

Strenge Kriterien gibt es für die Aufnahme in die Liste des Welterbes. Die Objekte müssen von "außergewöhnlichem universellem Wert" sein.

Aus Baden-Württemberg stehen das Zisterzienserkloster Maulbronn (1993), die Klosterinsel Reichenau (2000), der obergermanisch-raetische Limes (2005), die prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen (2011), die beiden Le Corbusier-Häuser in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung (2016) sowie die Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb (2017) auf der Liste.

Für Baden-Baden versprechen sich Stadt und Land durch den Titel vor allem einen Werbeeffekt - auch wenn Baden-Baden international bekannt ist.

Update, 14.36 Uhr: Drei Kurorte als Welterbe ausgezeichnet

Die Unesco hat die drei deutschen Kurorte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen als neues Welterbe ausgezeichnet.

Das zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) traf die Entscheidung am Samstag auf seiner laufenden Sitzung im chinesischen Fuzhou.

Update, 15.27 Uhr: Jubel in Baden-Baden

Baden-Baden am heutigen Samstag: OB Margret Mergen (r, CDU) und Landesentwicklungsministerin Nicole Razavi (CDU) freuen sich über die Entscheidung des Unesco-Welterbekomitees.
Baden-Baden am heutigen Samstag: OB Margret Mergen (r, CDU) und Landesentwicklungsministerin Nicole Razavi (CDU) freuen sich über die Entscheidung des Unesco-Welterbekomitees.  © Uli Deck/dpa

Die Auszeichnung Baden-Badens als Welterbe hat in der Stadt große Freude ausgelöst.

Viele der Zuschauer, die am Samstag im Kurpark die Entscheidung des Unesco-Komitees live auf Leinwänden verfolgten, sprangen bei der Verkündung auf und jubelten, wie eine Sprecherin des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg sagte, die mit Ministerin Nicole Razavi (56, CDU) vor Ort dabei war.

Die Anspannung sei groß gewesen, denn das Komitee habe zuvor lange über ein anderes Thema gesprochen.

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"Ich freue mich riesig für Baden-Baden", erklärte Ministerin Razavi in einer Pressemitteilung. "Die Stadt kann wirklich stolz sein auf das, was sie zu bieten hat, und auf die Menschen, die sich für sie einsetzen."

Update, 16.25 Uhr: Strobl beglückwünscht Baden-Baden

Innenminister Thomas Strobl (61, CDU).
Innenminister Thomas Strobl (61, CDU).  © Sebastian Gollnow/dpa

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (61, CDU) hat der Stadt Baden-Baden zur Auszeichnung gratuliert.

"Baden-Baden war schon lange über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus bekannt – jetzt wird die Stadt in einem Atemzug genannt mit anderen Welterbestätten wie Machu Picchu, die Pyramidenfelder von Giseh oder die Große Mauer in China", wird der 61-Jährige am späten Nachmittag in einer Pressenotiz zitiert.

Und weiter: "Das ist eine Ehre für die Stadt und gleichzeitig eine große Aufgabe und Verpflichtung, auch weiterhin die hohen Ansprüche zu erfüllen."


Titelfoto: Uli Deck/dpa

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