Boykott: Polizei in Baden-Württemberg verweigert Teilnahme an bundesweiter Studie

Stuttgart - Die Polizei in Baden-Württemberg schert aus und boykottiert eine bundesweite Studie zu Erfahrungen und Einstellungen von Polizeibeamten.

Die Beamten der Polizei im Ländle werden den Fragebogen nicht ausfüllen.
Die Beamten der Polizei im Ländle werden den Fragebogen nicht ausfüllen.  © Marijan Murat/dpa

Nach einem Veto des Hauptpersonalrats wird ein Online-Fragebogen der Deutschen Polizeihochschule nicht an die Dienststellen verteilt.

Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte am Dienstag in Stuttgart entsprechende Informationen der "Stuttgarter Zeitung".

In den meisten anderen Bundesländern sei die vom Bund initiierte Befragung schon abgeschlossen oder gerade im Gange. Über die Gründe des Hauptpersonalrats könne man nichts sagen, erklärte die Sprecherin.

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Die Studie geht auf den früheren Bundesinnenminister Horst Seehofer (73, CSU) zurück, der damit auf Forderungen reagierte, möglichen Rassismus und Rechtslastigkeit in der Polizei zu untersuchen. Die Untersuchung wurde dann aber deutlich breiter angelegt. Alle Innenminister der Länder unterstützen das Forschungsprojekt.

Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz (50) sagte, man wolle Erkenntnisse zu folgenden Fragen gewinnen: "Was motiviert, zur Polizei zu gehen? Wie prägt der vielfältige aber auch herausfordernde Polizeiberuf die Polizistinnen und Polizisten? Wie gehen sie mit der Belastung um?"

Diese Fragen zu klären, sei im Sinne der Beamten.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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