Brandanschlag auf Synagoge: Mutmaßlicher Täter in die Türkei abgehauen

Ulm - Der mutmaßliche Täter des Brandanschlags auf die Synagoge in Ulm ist in die Türkei gereist.

Innenminister Thomas Strobl (CDU, r.) geht mit Rabbiner Shneur Trebnik (2. v.l.) zur Synagoge. Auf die Synagoge wurde am 29. Mai diesen Jahres ein Brandanschlag verübt.
Innenminister Thomas Strobl (CDU, r.) geht mit Rabbiner Shneur Trebnik (2. v.l.) zur Synagoge. Auf die Synagoge wurde am 29. Mai diesen Jahres ein Brandanschlag verübt.  © Stefan Puchner/dpa

Nach ihm werde nun auch über Landesgrenzen hinweg mit einem Haftbefehl gefahndet, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag. Zuerst hatten die Stuttgarter Nachrichten berichtet.

Die Ermittler haben den Verdächtigen vor wenigen Tagen identifiziert, nachdem sie zuvor mit Aufnahmen einer Überwachungskamera nach ihm gefahndet und mehrere Hinweise erhalten hatten.

Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen 45-jährigen türkischen Staatsangehörigen.

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Der Mann sei in Deutschland geboren und habe in Ulm gelebt, sagte die Sprecherin. Wann genau sich der Mann ins Ausland abgesetzt hat und was sein mögliches Motiv war, dazu machte die Sprecherin zunächst keine Angaben.

Anfang Juni hatte ein Mann aus einer Flasche eine Flüssigkeit an der Fassade der Synagoge in Ulm ausgeleert und angezündet.

Da ein Passant umgehend die Feuerwehr rief, wurde der Brand schnell gelöscht. Die Fassade der Synagoge und eine Glasscheibe wurden beschädigt, verletzt wurde niemand. Die Tat hatte für Empörung gesorgt.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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