Nach Bluttest-Affäre: Chefarzt wechselt an andere Klinik

Heidelberg - Nach der Affäre um einen nicht ausgereiften Bluttest zur Brustkrebsdiagnostik am Uniklinikum Heidelberg steht nach einem Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung ein Wechsel an der Spitze der Frauenklinik bevor.

Ein Bluttest im Labor des Universitätsklinikums Heidelberg.
Ein Bluttest im Labor des Universitätsklinikums Heidelberg.  © Labor/Universitätsklinikum Heidelberg/dpa

Christof Sohn soll demnach im Jahr 2022 Chefarzt der Gynäkologie eines anderen Krankenhauses werden. 

Die Zeitung zitiert Sohn am Samstag mit der Aussage, er wolle einer Neuausrichtung der Uni-Frauenklinik nicht im Wege stehen.

Sohn hatte die Affäre mit einem PR-Auftritt ausgelöst. Er hatte bei einem Fachkongress in Düsseldorf am 21. Februar 2019 die Marktreife eines als "Meilenstein" gerühmten Tests zur Erkennung von Brustkrebs noch im selben Jahr angekündigt (TAG24 berichtete). 

Mit der verfrühten Präsentation vor der Presse und dem Verzicht auf die übliche Veröffentlichung in Fachzeitschriften hatte er sich herbe Kritik von Fachgesellschaften, Medizinern, Statistikern und dem Aufsichtsrat der Uniklinik eingehandelt.

Mehrere leitende Mitarbeiter des Uniklinikums mussten ihre Posten räumen.

Titelfoto: Labor/Universitätsklinikum Heidelberg/dpa

Mehr zum Thema Baden-Württemberg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0