Bürgerrechts-Aktivist Romani Rose gibt ungarischen Orden aus Protest zurück

Von Christoph Sator

Heidelberg - Aus Protest gegen das ungarische Gesetz zur Einschränkung von Informationen über Homo- und Transsexualität gibt Romani Rose (75), der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma mit Sitz in Heidelberg, einen ungarischen Verdienstorden zurück.

Romani Rose (75) ist der Vorsitzende des Zentralrates der Deutschen Sinti und Roma.
Romani Rose (75) ist der Vorsitzende des Zentralrates der Deutschen Sinti und Roma.  © Gregor Fischer/dpa

Mit dem Gesetz sei "eine rote Linie überschritten worden", sagte Rose der Rhein-Neckar-Zeitung. "Ich habe mich geschämt, den Orden einer Regierung zu tragen, die so mit Menschen umgeht. Das entspricht nicht meinem demokratischen und rechtsstaatlichen Anspruch."

Rose hatte die Auszeichnung nach eigenen Angaben 2012 von Ungarns Ministerpräsident Victor Orban (58) persönlich erhalten.

Er werde den Orden nun diese Woche der ungarischen Botschaft in Berlin zurückgeben.

Corona-Prämie für Bierbrauer Das ist der neue Tarifvertrag
Baden-Württemberg Corona-Prämie für Bierbrauer Das ist der neue Tarifvertrag

Das Gesetz verbietet Publikationen, die Kindern zugänglich sind und nicht-heterosexuelle Beziehungen darstellen. Auch wird Werbung verboten, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil von Normalität erscheinen.

International gibt es an dem Gesetz viel Kritik.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

Mehr zum Thema Baden-Württemberg: