Corona-Lockdown sorgt für ruhigen Fastnachtsbeginn

Konstanz - Kein Masken abstauben, kein Karbatschen schwingen: Am Dreikönigstag (6. Januar) beginnt in Baden-Württemberg zwar wieder die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Doch der coronabedingte Lockdown macht den Narren einen Strich durch die Rechnung.

Der Lockdown macht den Narren zur Fasnacht einen Strich durch die Rechnung. (Archivbild)
Der Lockdown macht den Narren zur Fasnacht einen Strich durch die Rechnung. (Archivbild)  © Patrick Seeger/dpa

"Es wird eine ruhige Fasnet", hieß es von der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSNA). Veranstaltungen seien angesichts der aktuellen Lage nicht geplant. Es könne kleinere Online-Aktionen geben - so wie bereits am 11. November.

Normalerweise stimmen sich die Zünfte im Land um diese Zeit auf unterschiedliche Weise auf die fünfte Jahreszeit ein: Viele "Mäschgerle" starten beispielsweise mit dem Abstauben der Masken und des Narrengewandes.

Am 6. Januar dürfen sie ihr "Häs" das erste Mal wieder öffentlich tragen. Andernorts gibt es das obligatorische Ausrufen der Fastnacht oder das Einschnellen, bei dem lange Peitschen knallen, die Karbatschen genannt werden.

Bälle, Umzüge und andere Versammlungen würden eigentlich bis zum Aschermittwoch (17. Februar) folgen.

Im Herbst hatten die Narren sich noch auf kleinere Veranstaltungen und Umzüge unter Hygiene- und Abstandsregeln geeinigt. Doch die steigenden Infektionszahlen hatten auch diese Pläne durchkreuzt.

Fastnacht im Südwesten vorwiegend traditionell geprägt

Man wolle nun sehen, wie es nach dem 10. Januar weitergehe, sagte ein VSNA-Sprecher. Bis dahin gelten die aktuellen Einschränkungen im öffentlichen Leben.

Die Fastnacht im Südwesten ist vorwiegend traditionell geprägt. Die Narren verkörpern meist Figuren aus der Dorf- und Stadtgeschichte sowie Fabelwesen und Tiere. Zum "Häs" tragen sie oft kunstvoll geschnitzte Masken.

An einigen Orten sind aber auch Einflüsse des rheinischen Karnevals spürbar - mit Figuren wie Prinz und Prinzessin oder Tanzgarde.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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