Corona und Schüler: Welche Regeln gelten im neuen Schuljahr, Frau Ministerin?

Stuttgart - Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres im Südwesten will sich Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne) am Donnerstag (10 Uhr) in Stuttgart äußern.

Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne).
Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne).  © Bernd Weissbrod/dpa

Auch der Philologenverband Baden-Württemberg mit seinem Landesvorsitzenden Ralf Scholl will Stellung beziehen.

Am Vortag war bekanntgeworden, dass Baden-Württemberg die etwas stärker gelockerten Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen und Kitas beibehalten will.

Das Land will zum Schulstart an diesem Montag folgendermaßen verfahren: Statt Quarantäne sollen sich alle Schüler einer Klasse fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich testen, sollte ein Mitschüler infiziert sein.

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Geimpfte und genesene Schüler sind dabei ausgenommen.

Das infizierte Kind oder der Jugendliche muss sofort für 14 Tage zu Hause bleiben.

Update 11.15 Uhr: Schopper will Schulen offenhalten - aber Gefahr bei neuen Varianten

Kultusministerin Schopper will trotz erneut steigender Corona-Zahlen die Schulen - wenn möglich - dauerhaft offenhalten. "Wir haben den festen Vorsatz, Präsenzunterricht anzubieten und zu gewährleisten", sagte die Grünen-Politikerin in Stuttgart unmittelbar vor Ende der Schulferien.

Sie wollte aber nicht ausschließen, dass die Schulen unter bestimmten Umständen noch einmal geschlossen werden müssen. "Wir wissen nicht, ob es neue Varianten gibt." Das Land tue zwar alles, "um Sicherheit in die Klassenzimmer zu bringen. Aber wenn was Neues kommt, dann müssen wir eventuell reagieren". Auch wenn es einen Ausbruch in einer Klasse gebe, müsse das Land handeln.

Schopper will die Sicherheitsvorkehrungen nochmal verschärfen, um den Präsenzunterricht abzusichern. So müssen sich ungeimpfte Lehrkräfte von Montag an täglich vor Arbeitsbeginn auf das Coronavirus testen. Ab der dritten Schulwoche sollen sich Schülerinnen und Schüler dann dreimal die Woche testen.

Trotzdem sieht die Ministerin nach den mehrfachen Schulschließungen in der Corona-Krise die Erwachsenen in der Pflicht: "Wir brauchen jetzt die Solidarität der Erwachsenen, der noch nicht geimpften Menschen." Man müsse verhindern, dass die vierte Welle in die Schulen schwappt. "Die Corona-Erkrankungen wollen wir aus den Schulen fernhalten."

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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