Das sagt Kretschmann zu den Rülke-Attacken gegen ihn

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) will seine Entscheidung über eine mögliche Ampelkoalition nicht von den scharfen Angriffen von FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (59) im Parlament beeinflussen lassen.

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (59) hat Kretschmann in der Vergangenheit häufig stark angegriffen.
FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (59) hat Kretschmann in der Vergangenheit häufig stark angegriffen.  © Uli Deck/dpa

"Ich bin nicht vergesslich, aber auch nicht nachtragend", sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. Das sei bei der CDU vor fünf Jahren nicht anders gewesen, die habe die Jahre zuvor auch eine "beinharte Opposition" gemacht, bevor sie Juniorpartner von Kretschmann in der grün-schwarzen Koalition wurde.

"Das bin ich also gewohnt, mit Leuten zu koalieren, die keine Attacke ausgelassen haben." Das sei nicht der Maßstab der Bewertung.

Rülke hatte die Grünen, aber auch die CDU, aus der Opposition heraus in den vergangenen fünf Jahren bis zuletzt immer wieder scharf attackiert.

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Kretschmann kann sich entscheiden zwischen einer Neuauflage von Grün-Schwarz und dem Experiment einer Ampel mit SPD und FDP. Am Mittwoch und Donnerstag sollen die Sondierungsgespräche fortgesetzt werden. Es sei immer noch ganz offen, sagte Kretschmann. "Sie können aus nichts eine Präferenz raushören." Er sprach von einer Entscheidung von großer strategischer Tragweite.

Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (72).
Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (72).  © DPA / Sebastian Gollnow

Kretschmann sagte, er habe keinen Zeitdruck bei der Regierungsbildung. Er gehe aber davon aus, dass die Koalitionsverhandlungen bis zur Konstituierung des neuen Landtags am 11. Mai beendet sind.

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