Der Drang nach draußen bringt Probleme für den Wald

Karlsruhe - Das Rausgehen in die Natur seit Beginn der Corona-Pandemie ist für viele Menschen ein Gewinn, für die Natur aber nicht unbedingt.

Ein Mountainbiker fährt mit seinem Fahrrad den Trail "Borderline" in Freiburg herunter, während ein anderer Mountainbiker zusieht. Der anhaltende Lockdown zieht nach Schätzungen von Experten mehr Menschen als üblich in die Wälder.
Ein Mountainbiker fährt mit seinem Fahrrad den Trail "Borderline" in Freiburg herunter, während ein anderer Mountainbiker zusieht. Der anhaltende Lockdown zieht nach Schätzungen von Experten mehr Menschen als üblich in die Wälder.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Tiere, Wald und Waldwege leiden unter dem massiv gestiegenen Ansturm von Spaziergängern, Joggern, Rad- oder Mountainbikefahrern.

Eigentlich seien die vielen Besucher ein schönes Zeichen, sagte der Wald-Referent des BUND Baden-Württemberg, Christoph Schramm. "Allerdings quillen durch Einwegmasken und to-go-Verpackungen wegen geschlossener Restaurants die Mülleimer in Parks und Naherholungsgebieten über, viel Müll liegt auch einfach so in der Natur."

Auch der Mountainbike-Sport habe sehr viel Zulauf erfahren. Dadurch seien neue illegale Trails in den Wäldern im Südwesten entstanden.

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"Die illegalen Trails sind ein besonderes Problem, weil bei der Anlage in der Regel keine Rücksicht auf Schutzgebiete und Lebensräume genommen wird", sagte er.

Als Folge werde die Natur weiter zerschnitten und Ruhezonen von Tieren gestört.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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