Drei Fliegerbomben werden in Baden-Baden entschärft: 1200 Leute betroffen

Baden-Baden - Wegen der Entschärfung von drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg müssen Hunderte Menschen in Baden-Baden am Sonntag das Gelände um eine Grünanlage räumen. Betroffen sind nach Angaben der Stadt 1600 Menschen.

Zur Beseitigung der Bombe muss ein Gelände mit rund 1600 Menschen evakuiert werden. (Symbolbild)
Zur Beseitigung der Bombe muss ein Gelände mit rund 1600 Menschen evakuiert werden. (Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa

Sie sollen bis spätestens 8 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Anschließend soll sich der Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg um die 250 Kilogramm schweren Sprengkörper kümmern.

Das Gebiet wird in einem Umkreis von rund 300 Metern rund um die Fundstellen evakuiert.

Die Grünanlage liegt in einem Gebiet, über dem Amerikaner während des Krieges Fliegerbomben abgeworfen hatten.

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Wegen bevorstehender Bodenarbeiten hatte die Stadt das Areal vorsichtshalber auf Blindgänger untersuchen lassen.

Dabei waren vier "kritische Punkte" festgestellt worden, die eine Spezialfirma nach und nach freigelegt hatte.

An einer Stelle fanden die Experten jedoch statt einer Bombe nur ein Stahlrohr, das wohl einst an eine Pumpe angeschlossen war.

Update 9.45 Uhr: Evakuierung abgeschlossen

Wie die Polizei mitteilt, wurden von den 1200 betroffenen Bewohnern nur noch wenige Personen in ihren Wohnungen angetroffen und evakuiert. Die Stadt sprach zuvor von 1600 Bewohnern, die evakuiert werden müssten.

Während der Entschärfungsmaßnahmen werden die Menschen vom Roten Kreuz in einem Evakuierungsbereich versorgt.

Die B500 wird gesperrt.

Update 11.43 Uhr: Entschärfung beendet

Um 11.16 Uhr war die Entschärfung der drei Blindgänger beendet, teilt die Polizei mit. Die drei Sprengkörper wurden alle unschädlich gemacht und zum Transport vorbereitet, wo sie später endgültig vernichtet werden.

Die evakuierten Menschen können nun wieder zurück in ihre Wohnungen.

Polizeioberrat Lutz Kirchner, Einsatzleiter war mit dem Verlauf zufrieden: "Unsere sehr gute Vorbereitung des heutigen Einsatzes, zusammen mit der Stadt Baden-Baden und den weiteren beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen, hat sich ausgezahlt. Unsere Planung war immer an dem Ziel ausgerichtet, die Einschränkungen für die Bewohner und den Durchgangsverkehr so gering wie möglich zu halten. Darauf waren auch die Maßnahmen mit schnellem Evakuieren ausgerichtet. Mein Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern von Baden-Baden, da sie mit ihrem großen Verständnis diesen
außergewöhnlichen und notwendigen Einsatz erleichtert haben."

Auch der Bürgermeister Roland Kaiser äußerte sich zufrieden: "Wir haben es geschafft! Die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben hervorragend gearbeitet. Mein Dank geht an die Baden-Badener, die die nötigen Einschränkungen mit Verständnis angenommen und auch umgesetzt haben. Danke aber auch an die rund 600 Beteiligten von Polizei, Rettungs- und Hilfsdiensten und dem Katastrophenschutzstab der Stadtverwaltung, die alle an diesem so schönen und sonnigen Muttertag viele Stunden im Interesse unserer Bürger gearbeitet haben. Alle waren gut vorbereitet und leisteten in ihren Bereichen gute Arbeit."

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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