Einsam? Hier können Leute miteinander ins Gespräch kommen

Stuttgart - Um einsame Menschen anzusprechen, greift der baden-württembergische Landesseniorenrat eine Idee auf, die bereits in Großbritannien populär geworden ist.

Auf dem "Schwätzbänkle" sollen Gespräche unter Fremden entstehen. (Symbolbild)
Auf dem "Schwätzbänkle" sollen Gespräche unter Fremden entstehen. (Symbolbild)  © Bernd Weissbrod/dpa

Mit dem "Schwätzbänkle" sollen Menschen am Sonntag (5. September) zum Gespräch zusammenkommen. An 20 Orten im Land sollen Schilder an Bänken darauf aufmerksam machen, dass man hier auf jemanden trifft, der offen zum "Schwätzen" mit Fremden ist.

Wer locker ins Gespräch kommen will, über Gott, die Welt, das Wetter oder vielleicht die Spritpreise sprechen möchte, der kann Platz nehmen.

"Wir kapern sozusagen die Bänke und wollen diesen niederschwelligen Zugang bieten, damit Menschen Gesellschaft finden", sagt Eckart Hammer, der Vorsitzende des baden-württembergischen Landesseniorenrats der Deutschen Presse-Agentur. Geplant seien Aktionen an mehr als 20 Standorten.

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"Die Idee soll Schule machen." Einsamkeit sei allerdings nicht allein ein Problem der älteren Menschen, betonte Hammer. Sie hätten kein höheres Risiko, einsam zu sein, als jüngere Menschen.

Wissenschaftler sehen das anders. Denn nach den Ergebnissen des Deutschen Alterssurveys besteht insbesondere bei Älteren über 80 Jahren ein deutlich höheres Risiko einer sozialen Isolation, wenn multiple Problemlagen dazukommen, die Einsamkeit und soziale Isolation begünstigen oder auslösen können.

Schicksalsschläge können das sein oder Erkrankungen, der nachlassende Körper, die mangelnde Mobilität oder zunehmende Altersarmut.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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