Frau mit Benzin und Zigarette in Auto getötet: Was erwartet Mann nach Horror-Tat?

Ellwangen - Im Mordprozess gegen einen Mann, der seine Ehefrau mit Benzin übergossen und angezündet haben soll, wird am Mittwoch (9 Uhr) vor dem Landgericht Ellwangen das Urteil erwartet. 

Die Frau hatte keine Chance, den Angriff zu überleben. (Archivbild)
Die Frau hatte keine Chance, den Angriff zu überleben. (Archivbild)  © Andreas Rosar/dpa

Dem 48-Jährigen wird vorgeworfen, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau in Gerabronn im Kreis Schwäbisch Hall mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit abgepasst zu haben.

Laut Anklage soll er sie an dem Novembermorgen im vergangenen Jahr geschlagen und mit Benzin überschüttet haben.

Die Frau konnte laut der entsprechenden Anklage kurz aus ihrem Wagen fliehen.

Ihr Mann soll sie aber wieder hineingeschoben und eine brennende Zigarette ins Auto geworfen haben.

Der Anklage nach starb die Frau an der folgenden "explosionsartigen Verpuffung", wie es vom Gericht hieß. Hintergrund der Tat sollen Streitigkeiten um ein Wohnhaus und den Unterhalt sein.

Dem Deutschen droht lebenslange Haft.

Update: 13.10 Uhr

Staatanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Im Prozess gegen einen Mann, der seine Frau in ihrem Auto mit Benzin übergossen und angezündet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. 

Zudem solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, erklärte die Anklagebehörde am Mittwoch vor dem Landgericht Ellwangen. 

Die Verteidigung plädierte dagegen für eine Haftstrafe unter 15 Jahren. Das Gericht will am Nachmittag ein Urteil in dem Mordprozess sprechen.

Update 15.35 Uhr

Mann zu lebenslanger Haft verurteilt

Weil er seine Frau in ihrem Auto mit Benzin übergossen und angezündet hat, ist ein Mann vor dem Landgericht in Ellwangen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. 

Das Gericht sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 48-Jährige seine von ihm getrennt lebende Ehefrau heimtückisch getötet hat. Der Tat in Gerabronn im Kreis Schwäbisch Hall war ein Streit um ein Wohnhaus und den Unterhalt vorangegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

"Getragen von einem absoluten Vernichtungswillen" hatte der Deutsche nach Überzeugung des Gerichts die 45-Jährige Mitte November vergangenen Jahres auf dem Weg zu Arbeit abgefangen, geschlagen und mit Benzin übergossen. 

Die Frau konnte laut Anklage kurz aus ihrem Wagen fliehen. Ihr Mann hatte sie aber wieder hineingeschoben und eine brennende Zigarette ins Fahrzeug geworfen haben. Der Anklage nach starb die Frau an der folgenden "explosionsartigen Verpuffung".

Titelfoto: Andreas Rosar/dpa

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