Energiesparen im Knast: So soll das gehen

Von Nico Pointner

Stuttgart - Um mehr Platz für Gefangene zu schaffen, baut das Land neue Haftgebäude an gleich mehreren Standorten.

Neben dem Energiesparen soll auch der Klimaschutz hinter Gittern nicht zu kurz kommen. (Symbolbild)
Neben dem Energiesparen soll auch der Klimaschutz hinter Gittern nicht zu kurz kommen. (Symbolbild)  © Daniel Naupold/dpa

In den Justizvollzugsanstalten in Ravensburg, Schwäbisch Hall und in Heimsheim (Enzkreis) sollen neue Gebäude mit je bis zu 120 Haftplätzen entstehen, teilte das Finanzministerium am Freitag mit.

In Heimsheim und Ravensburg hätten die Bauarbeiten Ende Juni begonnen, in Schwäbisch Hall lege man im August los.

Die drei neuen Gefängnisgebäude sind komplett baugleich, sie sollen drei Geschosse haben und Platz bieten für 96 Einzel- und 12 Doppelzellen sowie für Sanitärräume und Küchen.

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Auch der Klimaschutz soll nicht zu kurz kommen: Auf die Flachdächer werden Solaranlagen installiert. Die neuen Gefängnisgebäude sollen zudem sehr wenig Heizenergie verbrauchen.

"Wir setzen bei den Modulen auf Passivhausstandard. Das ist klimafreundlich und schont die Ressourcen. Das Land muss bei seinen Gebäuden Vorbild sein", sagte Finanzminister Danyal Bayaz (37, Grüne). Das Land investiert rund 65 Millionen Euro. Anfang 2023 sollen die Gebäude stehen.

Die drei Erweiterungen seien "ein wesentlicher Baustein, um der Überbelegung zeitnah entgegenzuwirken", sagte die neue Justizministerin Marion Gentges (50, CDU). Zudem werde derzeit ein Bestandsgebäude der Justizvollzugsanstalt Ravensburg um 93 Haftplätze erweitert.

Titelfoto: Daniel Naupold/dpa

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