Explosive Post an Firmen: Beschuldigter bestreitet Taten weiter

Heidelberg - Zwei Wochen nach den Anschlägen mit explosiven Postsendungen gegen süddeutsche Lebensmittelunternehmen gibt der Fall den Ermittlern weiter Rätsel auf.

Vor einem Gebäude von Lidl in Neckarsulm steht nach einer Explosion ein Polizeiwagen. Der Tatverdächtige bestreitet die Taten.
Vor einem Gebäude von Lidl in Neckarsulm steht nach einer Explosion ein Polizeiwagen. Der Tatverdächtige bestreitet die Taten.  © Christoph Schmidt/dpa

Der beschuldigte Rentner bestreite die Tat weiter, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg mit. Es gebe derzeit keine "auf Tatsachen gegründete Annahmen, was das Tatmotiv anbelangt".

Nach Überzeugung der Ermittler hat der 66-Jährige die Sprengstoffpakete an einer Ulmer Postannahmestelle abgegeben. Er sitzt in U-Haft (TAG24 berichtete).

Die Serie hatte am Dienstag vor zwei Wochen in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) begonnen.

Dort war ein Mann durch eine Verpuffung verletzt worden, als er ein Paket angenommen hatte. Am Folgetag kam es beim Öffnen eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zu einer Explosion mit drei Verletzten (TAG24 berichtete).

Ein drittes verdächtiges Paket, das an den Babynahrungshersteller Hipp adressiert war, wurde in der Nacht zu Donnerstag in einem Paketverteilzentrum beim Flughafen München abgefangen und entschärft.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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